Bryan Coquard hat seinen ersten Profi-Sieg der Saison 2026 gefeiert und damit den 54. Erfolg seiner Karriere perfekt gemacht. Der Kapitän von
Cofidis beendete beim GP La Marseillaise eine einjährige Durststrecke und meldete sich zum Auftakt der französischen Straßensaison eindrucksvoll zurück.
Zwölf Monate ohne Sieg hatten hinter dem Franzosen gelegen, nun durfte er am Nachmittag in Marseille wieder jubeln. In einem Rennen, das lange von Angriffen geprägt war, behielt Coquard im entscheidenden Moment die Übersicht und setzte sich im Sprint gegen die Konkurrenz durch.
Ausreißer bestimmt das Rennen - Entscheidung erst spät
Die Flucht des Tages formierte sich früh und bestand aus Thomas Champion, Kenny Molly, Victor Guernalec, Arnaud Tissières, Joseph Brookes und Jack Brough. Das Sextett bestimmte über weite Strecken das Geschehen, ehe die letzten Ausreißer 26 Kilometer vor dem Ziel gestellt wurden. Kurz darauf griff Paul Lapeira von Decathlon CMA CGM an - noch vor dem Beginn des finalen Anstiegs.
Der Angriff kam jedoch zur Unzeit. Lapeira, als einer der Topfavoriten ins Rennen gegangen, wurde bereits in der ersten Hälfte des Schlussanstiegs wieder eingeholt. Zunächst stellte ihn Andrea Misfud, anschließend schloss das gesamte Feld auf. An der Spitze folgten mehrere Attacken, bevor sich das Peloton erneut sortierte. Richtung Kuppe setzte Misfud nochmals nach und bekam Gesellschaft von Louis Hardouin und Axel Mariault. Das Trio arbeitete in der Abfahrt konsequent zusammen.
Die Gruppe schien zunächst auf Siegkurs, doch auf den letzten flachen Kilometern ließ die Zusammenarbeit nach. Einen Kilometer vor dem Ziel stellte das Feld die Ausreißer. Das in diesem Jahr entschärfte Profil begünstigte einen Sprint aus einem größeren Feld, und es kam zum klassischen Leadout-Duell.
Am Ende entschied ein Massensprint mit nahezu geschlossenem Feld über den Tagessieg.
Bryan Coquard setzte sich in Marseille durch und verwies Steffen de Schuyteneer sowie Alex Molenaar auf die weiteren Podiumsplätze.