Aubin Sparfel hat beim
GP de Wallonie 2026 den bislang größten Sieg seiner jungen Profikarriere gefeiert. Der erst 20 Jahre alte Fahrer des
Decathlon CMA CGM Team setzte sich nach einem hektischen Finale am Schlussanstieg hinauf zur Zitadelle von Namur gegen Romain Gregoire durch.
Gregoire eröffnete auf den letzten 300 Metern den Sprint, nachdem mehrere späte Attacken erst kurz zuvor neutralisiert worden waren. Doch Sparfel kam mit deutlich mehr Schwung von hinten, zog an seinem Landsmann vorbei und krönte seinen beeindruckenden Auftritt mit seinem bislang bedeutendsten Erfolg als Profi.
Sparfel krönt seinen rasanten Aufstieg mit großem Sieg
Das Ergebnis unterstreicht Sparfels steile Entwicklung. Bereits 2026 hatte der junge Franzose auf Development-Niveau mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. In Namur setzte er sich nun gegen ein hochkarätiges Feld mit zahlreichen ausgewiesenen Spezialisten für anspruchsvolle Eintagesrennen durch.
Zuvor hatte eine große Ausreißergruppe über weite Strecken das Geschehen bestimmt, deren Zusammensetzung sich innerhalb der letzten 40 Kilometer mehrfach veränderte. Davide Bais, Hartthijs de Vries, Marijn Maas und Leandre Huck verbrachten einen großen Teil des Tages an der Spitze, ehe eine Gegenattacke mit Carlos Verona, Rui Oliveira, Jonas Abrahamsen, Simone Gualdi und Mathis Le Berre die Rennsituation neu ordnete.
24 Kilometer vor dem Ziel war der Vorsprung der verbliebenen Ausreißer bereits auf lediglich 18 Sekunden zusammengeschmolzen. Sechs Kilometer später war schließlich auch der letzte Widerstand gebrochen und das Peloton wieder geschlossen.
Wellens eröffnet den Kampf vor dem hektischen Finale an der Zitadelle
Anschließend versuchte Tim Wellens, dem Finale seinen Stempel aufzudrücken. Zwölf Kilometer vor dem Ziel ging der Belgier in die Offensive und setzte sich wenig später alleine ab.
Der hohe Druck machte sich im Feld deutlich bemerkbar. Biniam Girmay, Riley Sheehan, Jake Stewart und Lewis Askey gehörten zu den Fahrern, die den Anschluss verloren, während das Peloton auf eine Gruppe von nur noch rund 50 Fahrern zusammenschrumpfte.
Auf dem Schlussanstieg geriet schließlich auch Wellens' Vorstoß zunehmend unter Druck. Knapp zwei Kilometer vor dem Ziel attackierte Gregoire, dem zunächst Jenno Berckmoes folgen konnte. Kurz darauf setzte Paul Lapeira zum Konter an.
Berckmoes musste 1,6 Kilometer vor dem Ziel den Kontakt zur Spitzengruppe wieder abreißen lassen, während Wellens dahinter weiterhin versuchte, die Lücke zu den verbliebenen Angreifern zu schließen.
Erst auf den letzten 400 Metern wurden die letzten Fahrer an der Spitze eingeholt. Gregoire reagierte sofort und eröffnete den Sprint, doch der entscheidende Antritt kam von Sparfel. Der 20-Jährige hatte auf den letzten Metern noch die größeren Reserven, zog an seinem Landsmann vorbei und feierte an der Zitadelle von Namur den bislang größten Sieg seiner jungen Profikarriere.