Die 11. Etappe des Giro d’Italia 2026 wurde erneut zu einem Tag für die Ausreißer – und der Sieger ist längst kein Unbekannter mehr.
Jhonatan Narváez stürmte zu seinem dritten Erfolg bei dieser Rundfahrt.
Für den Ecuadorianer war es bereits der zweite Sieg aus einer Fluchtgruppe heraus. Zugleich bescherte er
UAE Team Emirates - XRG den vierten Tagessieg bei diesem Giro.
Ausreißer brauchen lange bis zur Entscheidung
Vieles hatte im Vorfeld auf einen Erfolg der Ausreißer hingedeutet. Doch der flache Start in Porcari machte die Gruppenbildung zäh.
Es dauerte Stunden bei sehr hohem Tempo, bis sich schließlich eine Spitzengruppe vom Feld lösen konnte.
Am Ende formierte sich eine 17-köpfige Gruppe, die sich aus Attacken über den Tag hinweg zusammensetzte. Die Qualität an der Spitze war hoch.
Mit dabei waren unter anderem Narváez, Christian Scaroni,
Enric Mas, Aleksandr Vlasov, Chris Harper, Lennert van Eetvelt und Warren Barguil.
Weil mit Vlasov und Nico Denz auch zwei Fahrer von Red Bull - BORA - hansgrohe vorne vertreten waren, stellte sich zwischenzeitlich die Frage nach einem möglichen Angriff auf das Gesamtklassement.
Doch die Klassementfahrer verwalteten den Tag. Es gab keine GC-Aktion, und Afonso Eulálio verteidigte das Rosa Trikot souverän.
Mas attackiert, Narváez wartet ab
Auf den letzten 70 Kilometern fiel eine erste Vorentscheidung. An einem neun Kilometer langen Anstieg mit sechs Prozent griff Enric Mas an.
Chris Harper und Jhonatan Narváez folgten dem Spanier. Weil Narváez jedoch kaum Führungsarbeit leistete, schlossen weitere Fahrer wieder auf – das Rennen blieb taktisch geprägt.
Ein Sturz auf einer der technischen Abfahrten hatte anschließend Folgen. Scaroni, van Eetvelt und Filippo Zana gingen zu Boden und spielten danach im Kampf um den Etappensieg keine Rolle mehr.
Die Entscheidung in der Spitzengruppe fiel schließlich in den Schlusskilometern.
Am letzten Anstieg setzte Mas früh mehrere Attacken und nahm Narváez mit. Harper und später auch Vlasov konnten zunächst folgen.
Doch die wiederholten Beschleunigungen von Mas sprengten die Gruppe. Narváez blieb am Hinterrad, ohne Führungsarbeit zu übernehmen, und das Duo stürzte sich gemeinsam in die Abfahrt.
Das Finale war danach absehbar: Im Zweiersprint lag der Vorteil klar beim Ecuadorianer.
Mas eröffnete in Chiavari mit einem langen Antritt und versuchte, Narváez zu überraschen. Doch der Sprint des Ecuadorianers war stärker. Dahinter sicherte sich Diego Ulissi Rang drei.
Ergebnisse Giro d’Italia 2026 Etappe 11