Giulio Pellizzari hat den
Giro della Toscana 2026 gewonnen, nachdem er sich aus einer Zehnergruppe im letzten Kilometer abgesetzt und in Pontedera
Jordan Jegat und
Christian Scaroni in Schach gehalten hat.
Der Fahrer von Red Bull – BORA – hansgrohe riss rund 900 Meter vor dem Ziel eine kleine Lücke auf, nachdem die entscheidende Auswahl am zweiten Anstieg des Monte Serra erfolgt war.
Antonio Tiberi versuchte, Pellizzari zu stellen, doch der Italiener blieb vorn, als Jegat 400 Meter vor dem Ziel den Sprint dahinter eröffnete.
Jegat wurde Zweiter für TotalEnergies, Scaroni komplettierte für XDS Astana Team das Podium. Lenny Martinez belegte Rang vier vor Alessandro Fancellu, Mikkel Frølich Honoré, Jan Castellon, Tiberi und Michael Storer.
Zehn Fahrer kommen über den Monte Serra
Die Anfangsphase prägte eine Fünfergruppe mit Oliver Bleddyn, Hugo de la Calle, Joan Bou, Davide Bais und Matteo Spreafico. Diese Flucht zerbrach am ersten Anstieg des Monte Serra, wo Spreafico, Bleddyn und Bais zurückfielen, bevor De la Calle und Bou 70 Kilometer vor dem Ziel gestellt wurden.
Vor der zweiten Passage über den Monte Serra, den 8,4 km langen Anstieg mit 7,1 % im Schnitt, der den Hauptselektionspunkt des Tages darstellte, schloss sich das Feld wieder zusammen.
Martinez beschleunigte 32 Kilometer vor dem Ziel, danach zersplitterte und formierte sich die Spitze mehrfach neu. Honoré ging kurzzeitig solo, während Storer von hinten konterte und Anschluss fand. Auch Scaroni attackierte, Tiberi und Pellizzari reagierten.
20 Kilometer vor dem Ziel hatte sich an der Spitze eine Zehnergruppe gebildet: Pellizzari, Scaroni, Martinez, Tiberi, Honoré, Castellon, Fancellu, Jegat, Storer und Jorge Gutierrez.
Pellizzari sticht im Schlusskilometer
Die Spitzengruppe lag 20 Kilometer vor dem Ziel 15 Sekunden vor dem Peloton. Zwar schmolz der Vorsprung später, doch die Zehn arbeiteten weiter zusammen und verteidigten bis fünf Kilometer vor Schluss noch 20 Sekunden. Jan Christen attackierte 4,7 Kilometer vor dem Ziel aus dem Feld, doch der Sieg blieb der Spitze vorbehalten.
Als das Peloton drei Kilometer vor dem Ziel wieder näherkam, setzte Pellizzari kurz vor der Flamme Rouge den entscheidenden Stich. Mit einem kleinen Vorsprung ging er ins Schlusskilometer, während Tiberi die Verfolgung aufnahm.
Jegat eröffnete 400 Meter vor dem Ziel den Sprint der Verfolger, doch Pellizzari hatte genug Vorsprung, um durchzuziehen und den Sieg in der 98. Auflage des Giro della Toscana zu sichern.