Pinarello - Q36.5 Pro Cycling Team hat im Winter mehrere prominente Neuzugänge verpflichtet und das Niveau spürbar angehoben. Doch nicht alle Transfers tragen sofort Früchte: Das irische Duo Sam Bennett und
Eddie Dunbar hat mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, die 2026 zu großen Hindernissen wurden. Dunbar fällt nach einem unerwarteten Vorfall zu Hause voraussichtlich ganze fünf Monate aus dem Rennbetrieb.
Dunbar kam zu Pinarello als Klassement-Hoffnung, ein Fahrer, der in der Vergangenheit mit Leistungen wie seinen zwei Etappensiege bei der Vuelta a España 2024 herausstach. Zusammen mit Chris Harper verließ der Kletterer Jayco und schloss sich dem Schweizer Team an, um mehr Führungsrollen zu erhalten. Doch bislang konnte Dunbar diese Chancen nicht nutzen.
Roller-Unfall wirft Dunbar aus der Bahn
Der Ire bestritt zu Saisonbeginn die AlUla Tour und die UAE Tour, jedoch ohne nennenswerte Ergebnisse. Bei Paris–Nizza musste er nach einem Sturz aufgeben und hatte wenige Tage später im Großraum Nizza einen weiteren Unfall, als er mit dem Rad unterwegs war.
„Ich war einfach mit meinem Citybike unterwegs. Ein Roller kam von links, missachtete die Vorfahrt und hat mich im Grunde aus dem Sattel katapultiert“, schilderte Dunbar gegenüber der
The Irish Times.
„Zunächst dachte ich, es sei nichts allzu Ernstes. Aber nach ein paar Sekunden begann mein Knöchel blau zu werden, und mir war sofort klar, dass etwas nicht stimmt.“
Dunbar kehrt so schnell nicht zurück
Was anfangs nicht nach einem schweren Zwischenfall klang, entpuppte sich als gravierend. Im Handumdrehen war praktisch ein Großteil von Dunbars Saison verloren. Der 29-Jährige zog sich Verletzungen zu, die ihn monatelang vom Rennen und Training fernhielten und seinen ursprünglich geplanten Start beim Giro d'Italia zunichtemachten.
Das Fazit fiel hart aus: sieben Wochen ohne Rad. Selbst in der Winterpause ist eine so lange Inaktivität für Profis ungewöhnlich. Doch die Knöchelverletzung erwies sich als komplex, und obwohl er nun aktiv regeneriert und wieder auf dem Rad sitzt, muss er praktisch bei null anfangen.
„Vor mir liegt noch ein Berg an Arbeit, bevor ich wieder konkurrenzfähig bin. Das ist mir klar. Aber immerhin kann ich jetzt wieder das tun, was nötig ist.“ Eine Rückkehr wird frühestens im August erwartet. Dunbar peilt eine rechtzeitige Form für die Vuelta an, um seine Saison zu retten, eventuell mit ein paar Vorbereitungsrennen in Spanien.
„Die Vuelta ist ein Rennen, das ich wirklich liebe. Ich verbinde großartige Erinnerungen damit und würde natürlich gerne zurückkehren. Aber zuerst muss ich mir diese Chance im Training verdienen. Es gibt keine Abkürzungen“, schloss er.