„Er stürzte kopfüber und verlor das Bewusstsein“: Ex-WorldTour-Profi Andrey Amador nach schwerem Trainingssturz in ernstem Zustand im Krankenhaus

Radsport
Montag, 23 Februar 2026 um 7:45
andreyamador-3
Ehemaliger WorldTour-Profi und aktueller Nationaltrainer Costa Ricas, Andrey Amador, liegt nach einem beängstigenden Sturz bei hoher Geschwindigkeit im Krankenhaus. Die Radsport-Ikone leitete ein Trainingslager, als er plötzlich die Kontrolle über sein Rad verlor, sich ein Schädel-Hirn-Trauma sowie mehrere Verletzungen zuzog und per Notfallhubschrauber in die Hauptstadt San José geflogen werden musste.

Ein plötzlicher Rutscher bei hohem Tempo

Der Vorfall ereignete sich am frühen Freitagmorgen. Amador fuhr mit der Nationalmannschaft in hohem Tempo von rund 50 Kilometern pro Stunde, als das Unglück passierte. Es waren weder Autos noch äußere Hindernisse im Spiel. Der Sturz resultierte allein aus einem plötzlichen Kontrollverlust.
Gabriel Rojas, Fahrer der Nationalmannschaft, erlebte den Schreckmoment mit. „Wir trainierten, und plötzlich ging er mit dem Kopf voran; ihm rutschte die Hand vom Lenker“, erklärte Rojas gegenüber CR Ciclismo. „Es war sehr heiß und möglicherweise rutschte wegen des Schweißes seine Hand ab. Er stürzte kopfüber und verlor das Bewusstsein.“
Der Aufprall war äußerst heftig. Amador kam von der Straße ab und schlug neben der Fahrbahn auf. Seine Fahrer hielten sofort an, leisteten ihrem Trainer Erste Hilfe und warteten auf das Eintreffen des Roten Kreuzes.
Rojas schilderte die alarmierende Situation am Straßenrand. „Als er so kopfüber stürzte, verlor er irgendwie das Bewusstsein. Manchmal schien er wieder da zu sein und wollte sprechen, aber man verstand ihn kaum.“
Der Coach zog sich zudem mehrere schmerzhafte Verletzungen zu. „Er hatte starke Schmerzen an den Rippen, bekam schlecht Luft und biss sich auch auf die Zunge, was bei so einem harten Sturz passiert“, ergänzte Rojas. „Seine getroffene Hand wurde ruhiggestellt, und ein Finger war ziemlich stark aufgeschlitzt. So einen Sturz erwartet man nie, schon gar nicht bei Andrey, der so ein Profi ist.“

Per Lufttransport in die Notversorgung

Die Rettungskräfte trafen rasch ein und stabilisierten Amador. Zunächst wurde er in eine lokale Klinik gebracht, anschließend in ein größeres Krankenhaus in Quepos verlegt. Dort fehlten jedoch die Mittel, um die Kopfverletzungen angemessen zu untersuchen.
„Er hat einen sehr harten Schlag gegen den Kopf, an den Finger erlitten, und vorerst hat man uns hier ins Krankenhaus von Quepos verlegt, um die entsprechenden Untersuchungen zu machen“, erklärte Claudio Badilla, ein Freund, der im Krankenwagen mitfuhr. „Wir müssen ein CT machen, aber leider gibt es hier in Quepos keinen CT-Scanner, daher müssen wir nach San José weiter.“
Deshalb entschieden die Behörden, ihn per Flugzeug in die Hauptstadt zu transportieren. Die Ärzte im Hauptkrankenhaus überwachen die Radsport-Ikone nun engmaschig, und der costa-ricanische Radsportverband verfolgt seinen Zustand aufmerksam.
„Er ist in einem heiklen Zustand aufgenommen; er ist stabil“, sagte Donald Corella Elizondo, Leiter der Notaufnahme des Krankenhauses. „Er erhält derzeit die gesamte umfassende Versorgung und die ständigen Bewertungen, die er durch das multidisziplinäre Notfallteam benötigt.“
Das medizinische Personal bestätigte, dass Amador unter strenger Beobachtung bleiben müsse. „Sein Zustand bedeutet, dass er wahrscheinlich noch einige Tage stationär bleiben wird, um den Behandlungsplan fortzusetzen“, schloss der Arzt.
Klatscht 0Besucher 0
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Loading