„Es gibt noch Arbeit zu tun“: Remco Evenepoel reist ins Höhentrainingslager, um nach Problemen bei der UAE Tour seine Kletterbeine wiederzufinden

Radsport
Montag, 23 Februar 2026 um 8:30
RemcoEvenepoel (2)
Remco Evenepoel reiste mit großen Ambitionen in den Nahen Osten, um die Gesamtwertung der UAE Tour zu gewinnen, doch davon blieb er deutlich entfernt. Zwar dominierte der belgische Star das Einzelzeitfahren souverän, auf den steilen Bergankünften fehlte ihm jedoch der Punch. Gegen Isaac Del Toro und Antonio Tiberi verlor er spürbar an Boden. Nun verlagert er den Fokus auf ein wichtiges Höhentrainingslager in Spanien, um seine Kletterform vor den nächsten großen Zielen zu schärfen.

Gemischte Gefühle im Nahen Osten

Evenepoel holte bei der UAE Tour bereits seinen sechsten Einzelsieg der Saison 2026, doch seine Auftritte am Berg ließen ihn ernüchtert zurück. Der belgische Radsportreporter Renaat Schotte verfolgte das Rennen aus der Nähe und ordnete die Eindrücke ein.
„Es war eine Rundfahrt mit gemischten Gefühlen für Remco Evenepoel“, erklärte Schotte laut Sporza. „Er kam hierher, um zu siegen, fuhr ein starkes Zeitfahren, aber bergauf lief es anschließend weniger gut.“
Weil er am Berg das Tempo der Rivalen nicht mitgehen konnte, rutschte Evenepoel in der Gesamtwertung ab. „Am Ende blieb für ihn Rang 10 im Klassement“, hielt der Reporter fest. „Also gibt es noch etwas Arbeit.“
Um die Defizite zu beheben, hat der Belgier für die kommenden Wochen einen klaren Plan. Nach einer kurzen Pause geht es auf die Kanarischen Inseln in Spanien für einen intensiven Trainingsblock.
„Er fliegt bald nach Hause und legt dann ein paar Ruhetage ein“, präzisierte Schotte. „Danach reist er auf die Kanaren, um seine Kletterverfassung mit einem Höhentrainingslager am Teide zu schärfen.“

Del Toro glänzt, Evenepoel sortiert sich neu

Während Evenepoel am Berg Schwierigkeiten hatte, holte Isaac Del Toro den Gesamtsieg. Der junge Mexikaner von UAE Team Emirates zeigte sich früh in der Saison in beeindruckender Verfassung.
„Er etabliert sich zunehmend als Stellvertreter von Tadej Pogacar für die kommende Tour“, beobachtete Schotte, sichtbar angetan vom Gesamtsieger. „Del Toro ist bereits in einer sehr beneidenswerten Verfassung.“
Für Evenepoel geht es nun darum, diese Lücke zu schließen und zur Siegspur zurückzukehren. Der nächste große Test folgt in genau einem Monat bei der Volta Ciclista a Catalunya, die am 23.03. beginnt. „Das Fazit: Evenepoel konnte hier nicht liefern, wird aber nach dem Höhentrainingslager alles daransetzen, die Volta a Catalunya zu gewinnen“, schloss Schotte.
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