„Er ist leer und kränkelt“ – Lidl-Trek muss die Hoffnung auf ein gutes Ergebnis für Mattias Skjelmose allmählich aufgeben

Radsport
Freitag, 11 September 2026 um 8:00
Mattias Skjelmose at the 2026 Vuelta a Espana
Mattias Skjelmose startete die Vuelta a España 2026 mit dem großen Ziel, am Ende auf dem Podium zu stehen. Und gerade nach dem Ausstieg von Tadej Pogacar hätte sich der Däne gerne im Kampf um Spitzenplätze gesehen, doch stattdessen kratzt er am unteren Ende der Gesamt‑Top‑10.
Der 25-jährige Däne nahm eine anspruchsvolle Aufgabe in Angriff: in einer Saison bei zwei Grand Tours um die Gesamtwertung zu fahren. Nach einem starken Schlussspurt bei der Tour de France, die er als solider Gesamtsechster beendete, war Skjelmose für die Vuelta ambitioniert – doch das Rennen traf ihn nicht in Bestform.
Seit den ersten Bergetappen verliert Skjelmose Zeit auf andere Podiumsanwärter. Und selbst in seiner Paradedisziplin, dem Zeitfahren, kann er den Trend nicht drehen. In Monaco wurde er nur 40. Und am Donnerstag verlor er nicht nur gegen Primoz Roglic und Enric Mas, sondern sogar gegen den allenfalls durchschnittlichen Zeitfahrer Felix Gall und wurde 28.

Umgang mit einer Erkrankung

Aktuell ist Skjelmose näher daran, aus den Top 10 zu fallen, als das Podium zu erreichen. Und sein Sportdirektor Kim Andersen ließ durchblicken, dass am vergangenen Wochenende eine große Offensive höchstwahrscheinlich ausbleibt.
„Das war auf jeden Fall ein großer Kampf“, sagte er gegenüber TV 2 Sport über das Zeitfahren. „Ich war heute Morgen ein wenig optimistisch, aber nach der Streckenbesichtigung nicht mehr so. Er ist leer und hat eine Erkrankung, und das macht es nicht besser.“
„Erst in den letzten drei Tagen hat er eine leichte Erkältung. Wir hatten auf eine Besserung bis heute gehofft, aber er ist nicht der gleiche Skjelmose, den wir bei der Tour gesehen haben“, räumt Andersen ein.
Mads Pedersen musste das Rennen bereits krankheitsbedingt aufgeben, und Landsmann Matthias Norsgaard (als Letzter der Gesamtwertung mit 34 Minuten Rückstand, fast fünf Stunden hinter Enric Mas) ist sichtbar ebenfalls nicht fit. Plagt Skjelmose womöglich dasselbe Problem?
„Ich hoffe nicht. Ich hoffe weiterhin, dass er durchkommt. Aber ich kann es frühestens morgen früh sagen – ob es schlechter oder besser ist. Wir haben den Arzt hier. Wir werden sehen. Der Arzt war ein wenig optimistisch, also schauen wir mal.“
Klatscht 0Besucher 0
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Aktuelle Kommentare

Loading