Soudal - Quick-Step startet in die erste Saison dieses Jahrzehnts ohne
Remco Evenepoel – und sie wird ganz anders aussehen. Das Team rückt die Klassiker wieder in den Fokus, setzt stärker auf Sprints und öffnet damit anderen Fahrern die Bühne.
„Remco war viele Jahre bei uns, er hat viel gewonnen. Jetzt ist er nicht mehr da. Wie gesagt, das eröffnet anderen Fahrern mehr Chancen. Es liegt an uns, gemeinsam mit den Fahrern hart zu arbeiten, Fortschritte zu machen und zu zeigen, dass wir uns weiterhin verbessern können“, erklärte Sportdirektor
Davide Bramati gegenüber
Cyclism'Actu. „Wenn du hart arbeitest, können die Ergebnisse kommen.“
Gleichwohl lässt sich nicht behaupten, dass die prägenden Fahrer zuletzt keine Chancen bekommen hätten. Ilan van Wilder erhielt häufig die Kapitänsrolle in Rundfahrten und Eintagesrennen; Mikel Landa wurde als Grand-Tour-Leader eingesetzt; und selbst Valentin Paret-Peintre nutzte die Abwesenheit von Anführern für eigene Resultate, etwa mit seinem Etappensieg am Mont Ventoux bei der Tour de France.
Parallel dazu führten die Sprinter Tim Merlier und Paul Magnier jeweils ihre eigene Grand Tour an, und das dürfte 2026 erneut passieren.
Die Verpflichtung von Fahrern wie Jasper Stuyven und Dylan van Baarle gefährdet die Ziele oder Freiheiten der bisherigen Anführer nicht, sondern gibt dem Team die Chance, bei den großen Kopfsteinpflaster-Klassikern wieder konkurrenzfähig zu sein.
Klassiker sind ein klares Ziel
„Ja, das ist eindeutig ein Ziel. In diesem Jahr hat das Team viele Fahrer für die Klassiker verpflichtet. Wir sind zuversichtlich; es ist eine sehr gute, erfahrene Gruppe“, lobt Bramati. Könnte dies das Jahr sein, in dem das belgische Team bei einem Kopfsteinpflaster-Monument wieder ganz nach oben kommt?
„Das sind Fahrer, die bereits Klassiker gewonnen haben. Wir wissen, dass das Niveau, wie gesagt, sehr hoch ist, aber ein Rennen ist ein Rennen. Es wird auf der Ziellinie entschieden. Und in diesem Jahr haben wir sehr gute Fahrer, um Großes zu erreichen.“