Julian Alaphilippe feierte beim
GP de QuĂ©bec 2025 seinen ersten Saisonsieg. Doch nicht alle Fahrer der Spitzengruppe waren von seiner Art zu gewinnen begeistert. Der Franzose aus dem Tudor Pro Cycling Team hielt sich lange zurĂŒck, bevor er am Schlussanstieg explosiv attackierte. Typisch fĂŒr Alaphilippe, doch fĂŒr manche Konkurrenten zu passiv.
âEr hat nicht wirklich viel gearbeitet und sich gut verstecktâ, sagte
Quinten Hermans (Alpecin-Deceuninck) gegenĂŒber WielerFlits. âEr hat jedes Recht dazu. Er ist ein starker Fahrer, aber er hat die FrĂŒchte des Versteckens geerntet.â
Hermans gehörte zu der Gruppe, die sich rund 70 Kilometer vor dem Ziel löste. Mit dabei: Pavel Sivakov, Alberto Bettiol, Mattias Skjelmose und Alaphilippe. Möglich wurde die Situation durch die frĂŒhe AggressivitĂ€t des UAE Teams. Als sie Pogacar nicht vollstĂ€ndig verfolgen lieĂen, konnten die AusreiĂer ihren Vorsprung behaupten. Weder Visma noch Jayco AlUla schafften es, das Rennen von hinten zu schlieĂen.
âEs hat sich heute gelohnt, vorauszuschauenâ, erklĂ€rte Hermans. âVor dem Start habe ich meinem Team gesagt, dass wir nicht bis zur letzten Runde warten dĂŒrfen. Sonst werden wir von Tadej Pogacar zur Schlachtbank gefĂŒhrt.â Sein Mut wurde belohnt: Hermans rettete sich ins Ziel und belegte Rang sechs.
Doch in der letzten Runde fehlten ihm die Beine, um mit den Besten mitzugehen. âAm Ende setzten sich die drei stĂ€rksten Fahrer abâ, berichtete Hermans. FĂŒr ihn blieb es bei einem Platz in den Top Ten.
Alaphilippe hingegen bewies einmal mehr seinen taktischen Scharfsinn. Mit perfektem Timing nutzte er die finale Steigung, wĂ€hrend Sivakov und Bettiol im Kampf um den Anschluss unterlagen. Auch wenn er wenig FĂŒhrungsarbeit zeigte, sorgten seine ExplosivitĂ€t und sein Instinkt fĂŒr den entscheidenden Unterschied.