Einer Rubios
Tour de France 2026 endete im Desaster an den Hängen von Alpe d’Huez auf der 19. Etappe. Der Kolumbianer stieg aus, nachdem er auf dem legendären Anstieg mit einem Teamwagen von UAE Team Emirates – XRG kollidiert war.
Nach seinem Ausstieg kursierten Videos des Sturzes, auf denen dicht gedrängte Fans zu sehen sind, die den UAE-Wagen zu einem abrupten Bremsmanöver zwangen, woraufhin Rubio mit Schwung in die Heckscheibe des Autos prallte – ein
Vorfall, der die Organisatoren in den Fokus rückt.
Die Szene, im Worldfeed nicht zu sehen, wurde von Norwegens Tobias Halland Johannessen gegenüber TV2 geschildert. Kurz darauf bestätigte das Movistar Team den Rückzug des Kolumbianers.
„Ich habe gesehen, wie Rubio vom Movistar Team in das UAE-Auto gefahren ist. Das sah überhaupt nicht gut aus. Ich frage mich, ob er die Scheibe mit dem Gesicht eingeschlagen hat. Ich hoffe, es geht ihm gut“, sagte der Uno-X Mobility-Profi.
Rubio erlitt zahlreiche Gesichtsverletzungen, benötigte 20 Stiche und musste das Rennen aufgeben. Gut eine Woche nach der Etappe hat Rubio seine Fans informiert. In einem
Instagram-Post, ursprünglich auf Spanisch, räumte Rubio ein, dass zusätzliche Vorkehrungen den Vorfall womöglich verhindert hätten.
Einer Rubio, Movistar Team.
Rubio über mögliche Prävention des Crashs
Er schrieb: „Es sind ein paar Tage seit dem Unfall bei der Tour de France vergangen, und wie man so sagt: Wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade daraus.“
„Niemand rechnet damit, ein Rennen so zu beenden, aber genau das ist passiert. Wir können die Vergangenheit nicht ändern, doch wir können aus solchen Situationen lernen und daran arbeiten, sie künftig zu verhindern.“
Rubio betonte die Notwendigkeit zusätzlicher Absperrungen am Anstieg, einer strengeren Fahrzeugführung und eines stärkeren Fokus auf Fahrersicherheit bei den Zuschauern an der Strecke.
Er ergänzte: „Vielleicht wäre alles anders gelaufen mit besseren Absperrungen am Bergpass, strengerer Fahrzeugkontrolle und verantwortungsbewussteren Fans, die verstehen, dass während eines Rennens sowohl die Sicherheit der Radsportler als auch die der Menschen am Streckenrand auf dem Spiel steht.“
„Vielen Dank an alle, die mir unterstützende und aufmunternde Nachrichten geschickt haben. Ich erhole mich und bin bald wieder zurück.“
Druck auf die Organisation der Tour de France
Es ist nicht das erste Mal, dass mangelnde Zuschauerlenkung auf Alpe d’Huez extreme Gefahren erzeugt, doch dieser Vorfall verdeutlicht, dass die Rennleitung erneut unter Beobachtung steht.
Wenn die Straße von Fans vollständig verstopft ist, vervielfacht die Präsenz von Fahrzeugen im Feld das Crash-Risiko.
Trotz breiter Kritik beharren die Tour-Organisatoren darauf, bereits umfangreiche Maßnahmen ergriffen zu haben, und argumentieren, dass das Verhalten der Fans, nicht ein Mangel an Sicherheit, die größte Herausforderung bleibe.