Ein neuer großer Akteur auf dem Markt – Tom Pidcocks Pinarello soll mit einem Millionenangebot einen weiteren Klassikerspezialisten verpflichten

Radsport
Dienstag, 12 Mai 2026 um 11:30
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Der Transfermarkt brodelt. Während auf der Straße beim Giro d'Italia alle Augen auf das Renngeschehen gerichtet sind, nutzen viele Agenten und Fahrer das Ende der Frühjahrsklassiker und den dichten Kalender, um ihre Zukunft zu verhandeln. Es bahnen sich einige große Wechsel an, und Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team mischt vorne mit. Das Schweizer Team soll einen massiven Vorstoß unternehmen, um Mauro Schmid zu verpflichten.
Die jüngere Vergangenheit des Teams ist eine beeindruckende Aufstiegsgeschichte. Mit Pinarello-Eigentümer Ivan Glasenberg als Schlüsselfigur gelang der Coup, als Tom Pidcock und die INEOS Grenadiers Ende 2024 vor einer vorzeitigen Trennung standen. Pinarello, die Radmarke und zugleich Pidcocks persönlicher Sponsor, war ein entscheidender Faktor dafür, dass er bei Q36.5 unterschrieb.
Ihm wurde uneingeschränkte Führungsrolle, Unabhängigkeit bei der Rennplanung und die Mitnahme mehrerer Mitarbeiter, darunter Coach Kurt Bogaerts, zugesichert. Es folgte seine beste Straßensaison überhaupt: Er verdoppelte seine Siegzahl, lieferte sich bei Strade Bianche einen Schlagabtausch mit Tadej Pogacar und fuhr bei der Vuelta a España erstmals aufs Grand-Tour-Podium.
Dieses erfolgreiche Jahr brachte zwei wesentliche Effekte für Verhandlungen: Die Investition in Pidcock hat sich gelohnt, und die Sponsoren sind bereit, für weitere Qualitätstransfers zu investieren; zugleich ist das Team nun ein attraktives Ziel für Fahrer, die mehr Möglichkeiten suchen.
Obwohl es nicht zur WorldTour gehört, erhält das Schweizer Team Wildcards für alle gewünschten Rennen, und die These, außerhalb der WorldTour sei man leistungsmäßig im Nachteil, wurde rasch widerlegt.

Mauro Schmid könnte der neue Königstransfer sein

Mit Blick auf die Saison 2026 sind die Neuzugänge bei Q36.5 prominent: Sam Bennett, Xandro Meurisse, Quinten Hermans, Eddie Dunbar, Chris Harper, Fred Wright, Aimé de Gendt, Brent van Moer, Tom Gloag und Emmanuel Houcou. Ein Mix aus Klassiker-Spezialisten, Kletterern, Sprintern – teils junge Talente, nicht nur etablierte Fahrer.
Die Mannschaft will sich weiter verstärken, mit einer klaren Priorität: Mauro Schmid. Laut Journalist Daniel Benson liegt ein Angebot vor – mit einem kolportierten Gehalt von 2 Millionen Euro pro Saison, eine außergewöhnlich hohe Summe.
Das Team hat seinen Sitz in der Schweiz, und Schmid ist aktueller Landesmeister. Das ist ein starkes Argument für die Verpflichtung des Team Jayco AlUla-Profis, doch auch seine Resultate sprechen für sich.
In dieser Saison wurde Schmid Zweiter beim Tour Down Under, Vierter bei der Cadel Evans Great Ocean Road Race, gewann die Muscat Classic, holte einen Etappensieg und Rang vier bei der Tour of Oman, gewann eine Etappe und die Gesamtwertung der Settimana Internazionale Coppi e Bartali, wurde Sechster beim Amstel Gold Race und Zweiter hinter Paul Seixas bei La Fléche Wallonne.
Es war ein intensiver Frühling mit auf UCI-Punkte ausgerichtetem Programm, und aktuell gehört er zu den besten Punktesammlern im Peloton. Der Klassiker-Spezialist könnte gemeinsam mit Pidcock einen schlagkräftigen Klassiker-Block bilden, zumal er in dieser Saison das bisher höchste Niveau seiner Karriere erreicht hat.
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