„Dieses Team kann sich keine Spielereien leisten“: Chris Horner hofft, dass Red Bull vor der UAE Tour bei der Unterstützung von Remco dazugelernt hat

Radsport
Samstag, 14 Februar 2026 um 8:00
RemcoEvenepoel (2)
Remco Evenepoel hat bei seinem Debüt für Red Bull - BORA - hansgrohe fulminant losgelegt und bislang jedes Rennen gewonnen, an dem er teilnahm. Der erste echte Härtetest steht jedoch noch bevor. Die spanischen Rennen reichten nicht, um den Olympiasieger wirklich zu fordern. Beim UAE Tour ist die Konkurrenz trotz der Absenz von Jonas Vingegaard von ganz anderem Kaliber. Und Remcos Team wird sich keine taktischen Aussetzer leisten können wie bei der Volta a Comunitat Valenciana.

Analyse: Horner über Remco, Red Bull BORA und die Schlüsselanstiege

„Wenn ich euch zurück nach Valencia mitnehme: Das waren nicht die allerbesten Taktiken von Red Bull - BORA - hansgrohe auf Etappe 1“, eröffnet Chris Horner seine YouTube-Analyse mit einem kurzen Rückblick auf die Ereignisse der Vorwoche. „Sie haben die Gruppe über den letzten Anstieg gesprengt und dann rausgenommen, weil es ein kleines Gezänk mit Fahrern von Movistar und UAE Team Emirates gab, die sich weigerten, von vorn zu fahren.“
Aus Sicht der UAE-Fahrer war das folgerichtig: „Weil Almeida in der zweiten Gruppe lag. Und durch das Tempodrosseln erlaubte Red Bull - BORA - hansgrohe Almeida, wieder aufzuschließen. Taktisch war das ein Albtraumfehler von Red Bull, die vorn vier Fahrer mit Aleotti, Pellizzari und Vlasov zur Unterstützung von Evenepoel hatten.“
In den Vereinigten Arabischen Emiraten werden die größten Rivalen Evenepoels erneut die Männer im weißen Trikot sein. Sowohl Isaac del Toro als auch Adam Yates sind jedoch deutlich schwächer im Zeitfahren als der Belgier, was dem Weltmeister nach dem 12-Kilometer-EZF auf Etappe 2 voraussichtlich einen frühen Vorsprung beschert. „Wir müssen sehen, wo Del Toro und Adam Yates nach dem Zeitfahren stehen, denn diese beiden werden ordentlich Druck auf den Schultern haben, um anschließend gegen Remco zu bestehen.“

Debüt des Jebel Mobrah wird für den Rennausgang entscheidend

Läuft für Red Bull an den ersten beiden Tagen alles nach Plan, sollte Evenepoel mit dem roten Führungstrikot in Etappe 3 starten. Die 183 Kilometer führen erstmals hinauf zum Jebel Mobrah, dessen letzte 7 Kilometer mit fast 12% im Schnitt brutal steil sind.
„Dieses Team darf sich kein Herumgeeiere leisten“, hofft Horner, dass Red Bull die Lehren aus Valencia gezogen hat. „Sie müssen das Tempo kontrollieren, das Rennen zum Schlussanstieg bringen, und dann muss Remco Evenepoel einen verheerenden Schlag setzen.“
Natürlich endet das Rennen nicht am Mittwoch. Es folgen vier weitere windige Etappen, auf denen alles passieren kann, inklusive der 6. Etappe hinauf nach Jebel Hafeet, einem weiteren ikonischen Anstieg der UAE Tour.
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