"Die Flandern-Rundfahrt läuft Gefahr, eher durchschnittlich zu werden" - Michel Wuyts beklagt den Mangel an brauchbaren Herausforderern für Mathieu van der Poel

Radsport
durch Cycloon
Samstag, 30 März 2024 um 15:30
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Kann jemand Mathieu van der Poel am Sonntag bei der Flandern-Rundfahrt 2024 aufhalten? Da Tadej Pogacar sich auf andere Dinge konzentriert, Wout Van Aert schwer verletzt ist und Mads Pedersen weit von 100 % entfernt ist, befürchtet Michel Wuyts, dass es eine eher langweilige Ausgabe des Rennens werden könnte:
"Die Flandern-Rundfahrt läuft Gefahr, eher durchschnittlich zu werden. Ein geköpftes Plakat, der Verlust des beliebtesten Fahrers des Landes und nur ein Starlet am Start", beklagt der belgische Radsport-Experte in seiner Kolumne für Het Laatste Nieuws. "Im obligatorischen Starspiel wird es vorhergesagt: fünf für Van der Poel, darunter mit Mühe drei für einen ebenfalls schon ziemlich angeschlagenen Pedersen. Was bleibt, dem kann man ein oder zwei geben: Matteo Jorgenson, Matej Mohoric, Stefan Küng, Oier Lazkano, Alberto Bettiol, Laurence Pithie, Michael Matthews, Tim Wellens."
Am auffälligsten ist für Wuyts das Fehlen von belgischen Herausforderern beim wohl größten Eintagesrennen des Landes. "Das Niveau der Spitzengruppe schmerzt jetzt in den Augen. Nach Phillipe Gilbert schafften es die Belgier in sechs Jahren dreimal auf das Podium. Greg van Avermaet zweimal und Wout Van Aert einmal", stellt er fest. "Die Schlussfolgerung ist klar: Für den größten Erfolg in Flandern sind wir völlig abhängig von Van Aert. Wenn er ausfällt, bleibt ein klaffendes Loch."
Wuyts sieht jedoch Schwächen in der Mannschaft von Alpecin-Deceuninck. Die Frage ist nur, ob jemand in der Lage sein wird, diese auszunutzen oder nicht. "Van der Poel mag hervorragend sein, aber seine Mannschaft ist es nicht. Leutnant Sore Kragh Andersen schwächelt, Silvan Dillier sucht vergeblich nach dem alten Niveau. Jonas Rickaert fällt ebenso aus wie Jasper Philipsen", schätzt Wuyts ein. "Dass er bei der E3 und Gent-Wevelgem so weit draußen vor der eigenen Mannschaft angegriffen hat, ist kein Zufall."
Wuyts hat sogar ein ganzes Szenario für einen Angriff auf van der Poel ausgearbeitet. "Wenn die Fahrer von der UAE mit anderen Draufgängern eine Ausreißergruppe von vor dem zweiten Kwaremont bis über den Koppenberg führen, wird Van der Poel ein Problem haben", sagt er voraus. "Ich denke an eine Gruppe von gefährlichen Fahrern wie Hirschi, Politt, Skujins, Lazkano, Benoot, Tiller, Campenaerts, Pithie und Asgreen. Mitglieder von Teams, denen Van der Poel im Hintergrund nicht hilft. Dann winken Erschöpfung und Panik um die Ecke."

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