Die 5 meistbeachteten Stars der Frühjahrsklassiker 2026

Radsport
Dienstag, 24 Februar 2026 um 12:30
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Die erste Phase der Saison 2026 ist abgeschlossen. Mit der UAE Tour, der Volta ao Algarve und der Vuelta a Andalucía rückt nun jener Abschnitt in den Mittelpunkt, den viele als den fesselndsten Teil des Radsportkalenders betrachten: die Frühjahrsklassiker.
Rundfahrten laufen weiter, doch März und April gehören den Eintagesspezialisten. Kopfsteinpflaster, Strade Bianche-Sektoren, Seitenwind und Anstiege. Strade Bianche. Opening Weekend. Milano-Sanremo. Die Flandern-Rundfahrt. Paris–Roubaix. Lüttich–Bastogne–Lüttich. Eine Periode, die Karrieren prägt und Legenden krönt.
Und in diesem Jahr ist die Star-Dichte außergewöhnlich. Tadej Pogacar. Mathieu van der Poel. Wout van Aert. Remco Evenepoel. Jasper Philipsen. Mads Pedersen. Cian Uijtdebroeks. Matteo Jorgenson. Isaac del Toro. Tom Pidcock. Julian Alaphilippe. Biniam Girmay.
Vor diesem Hintergrund sind hier die fünf Fahrer, die vor den Frühjahrsklassikern 2026 die größte Vorfreude auslösen. Würden Sie dieselben fünf wählen?

1. Tadej Pogacar

Der naheliegendste Name kommt zuerst.
Alle Augen richten sich auf die Strade Bianche am 07.03., wo Pogacar sein Saisondebüt 2026 mit einem klaren Ziel gibt: wieder zu gewinnen. Er kehrt als Titelverteidiger von 2024 und 2025 zurück und will eine Siegesserie ausbauen, die bis zu den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr in Kigali zurückreicht.
Doch seine Ambitionen enden nicht in der Toskana. Der Leader von UAE Team Emirates - XRG visiert erneut alle fünf Monumente an. Nach Strade Bianche umfasst sein Programm Milano-Sanremo am 21.03., die Flandern-Rundfahrt am 05.04., Paris–Roubaix am 12.04. und Lüttich–Bastogne–Lüttich am 26.04.
Nach einem nahezu perfekten Jahr 2025 könnte die Messlatte kaum höher liegen.

2. Mathieu van der Poel

Wenn Pogacar oben steht, dann ist van der Poel direkt neben ihm.
Der Niederländer bleibt der große Frühlingsrivale, insbesondere bei Milano-Sanremo und Paris–Roubaix — zwei Monumente, die Pogacar seiner Palmares noch hinzufügen will. Wenn van der Poel am Start steht, dann als echter Topfavorit.
Sein Straßenkalender ist noch nicht offiziell bestätigt. Seine Cross-Saison endete am 01.02. mit dem WM-Titel in Hulst, wo er sein rekordachtetes Regenbogentrikot holte.
Dennoch sind die Erwartungen klar: Milano-Sanremo, Flandern und Roubaix dürften gesetzt sein, flankiert von mindestens einem Vorbereitungsrennen.

3. Wout van Aert

Nur wenige Fahrer ziehen im Frühjahr so viel Aufmerksamkeit auf sich wie Wout van Aert.
Sein Knöchelbruch beim Exact Cross in Mol am 03.01. sorgte zunächst für erhebliche Sorgen bei Team Visma | Lease a Bike. Doch die Genesung verläuft schnell, und seine Rückkehr auf die Straße steht bevor.
Van Aert plant den Einstieg am Opening Weekend am 28.02. als Teamkapitän im Omloop Nieuwsblad. Es folgen Le Samyn am 03.03., Strade Bianche am 07.03. und Tirreno–Adriatico als Vorbereitung auf seine zwei großen Ziele: Milano-Sanremo und die Flandern-Rundfahrt.
Wenn Van Aert eine Frühjahrskampagne beginnt, steigt die Erwartung automatisch.

4. Mads Pedersen

Mads Pedersens Form ist eines der großen Fragezeichen dieses Frühjahrs.
Der Däne eröffnete seine Saison 2026 bei der Volta a la Comunitat Valenciana, stürzte jedoch auf der ersten Etappe und zog sich mehrere Frakturen zu. Für einen Moment schien sein Lieblingsabschnitt des Jahres in Gefahr.
Seine Klassiker-Kampagne verzögert sich, dennoch sind wichtige Auftritte zu erwarten. Trifft er die Topform, besitzt er die Klasse, jeden zu schlagen. Sein wahrscheinliches Programm umfasst Milan-San Remo am 21.03., E3 Saxo Classic am 27.03., Gent–Wevelgem am 29.03., Dwars door Vlaanderen am 01.04., die Flandern-Rundfahrt am 05.04. und Paris–Roubaix am 12.04.
Ist er fit, wird er nicht nur Statist sein.

5. Cian Uijtdebroeks

Cian Uijtdebroeks’ Frühjahr verläuft auf einem anderen Pfad.
Das Talent vom Movistar Team kehrt bei Paris–Nizza zurück und bestreitet anschließend die Itzulia. Beide Etappenrennen bieten dem spanischen Team in einer traditionell anspruchsvollen Kalenderphase wertvolle Chancen, UCI-Punkte zu sammeln.
Danach richtet sich der Blick auf die Ardennen. Uijtdebroeks wird voraussichtlich am 22.04. beim Flèche Wallonne und am 26.04. bei Lüttich–Bastogne–Lüttich starten. Eine Top-10 bei einem der beiden Rennen wäre ein wichtiger Schritt nach vorn für Fahrer und Team.
Natürlich prägen auch andere große Namen die Geschichte. Remco Evenepoel ist für die Ardennen-Trilogie — Amstel Gold Race, Flèche Wallonne und Lüttich–Bastogne–Lüttich — vorgesehen, ein möglicher Start bei Milano-Sanremo ist noch offen.
Die Erwartungshaltung unterscheidet sich jedoch leicht. Der Leader von Red Bull - BORA - hansgrohe ist 2026 bereits fünfmal gestartet, darunter bei der Volta a la Comunitat Valenciana und der UAE Tour. Im Gegensatz dazu haben mehrere der oben genannten Fahrer noch nicht debütiert oder sind in dieser Saison kaum in Erscheinung getreten.
Und genau dieses Gefühl der Abwesenheit verstärkt die Vorfreude auf die Frühjahrsklassiker noch einmal.
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