Die
UAE Tour bot den Fahrern den ersten großen Härtetest der Saison. Während viele, darunter Topfavorit Remco Evenepoel, scheiterten, darf man bei
XDS Astana Team mit der Woche von
Harold Tejada in den Vereinigten Arabischen Emiraten sehr zufrieden sein. Mit Platz vier am Jebel Mobrah, Rang acht am Jebel Hafeet und einem soliden Zeitfahren war der Kolumbianer nur zehn Sekunden vom Podium entfernt – ein Resultat, das Astanas Bestmarke aus 2020 egalisiert hätte, als Alexey Lutsenko Gesamtdritter hinter Adam Yates und Tadej Pogacar wurde.
„Zuerst möchte ich meinem Team und allen Fahrern danken, die jeden Tag einen riesigen Job gemacht haben, um mich zu unterstützen“, sagte der Kolumbianer über die
offiziellen Kanäle des Teams. „Wir wussten, dass das Rennen hart wird – sowohl wegen des Profils als auch wegen des hohen Niveaus am Start.“
„Unser Ziel war ambitioniert – um die Top 5 oder sogar das Podium zu kämpfen. Am Ende wurde ich Vierter, sozusagen die ‚goldene Mitte‘“, sagte Tejada.
Ganz ohne Beigeschmack ist der Erfolg nicht: Nach der Jebel-Mobrah-Etappe stand Tejada virtuell auf dem Schlusspodium, doch Luke Plapp legte am Jebel Hafeet eine starke Fahrt hin und sprang im Gesamtklassement auf Rang drei vor Tejada. „Natürlich will man immer mehr, aber ich muss zugeben, dass Platz vier für mich ein bedeutendes Ergebnis ist und zeigt, dass all die Mühe und harte Arbeit nicht umsonst waren.“
Blitzstart in eine lange Saison
Tejada hatte seine Saison 2026 bereits zwei Wochen zuvor bei den Kolumbianischen Meisterschaften mit zwei Top-10-Ergebnissen eröffnet, doch gefühlt war die UAE Tour sein eigentlicher Saisonauftakt. Nun folgt ein dichter Block mit drei Rundfahrten – Paris–Nizza, Itzulia Basque Country und Tour of Turkey – bevor im Sommer das Tour–Vuelta-Doppel ansteht. Eine vertraute Kombination für Tejada, der ein ähnliches Programm schon in den vergangenen zwei Jahren gefahren ist.
Das Beinahe-Podium in den Emiraten ist daher ein starker Schub für den 28-Jährigen: „Ich spüre den Fortschritt, Schritt für Schritt nach vorne, und Ergebnisse wie heute bestätigen, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich bin sehr glücklich, dass mein erstes Rennen mit dem Team in dieser Saison so erfolgreich verlaufen ist.“
„Ich denke, es ist ein großartiger Start ins Jahr, der mir viel Motivation für Paris–Nizza und die Grand Tours gibt, bei denen ich meine Ergebnisse verbessern möchte. Aber natürlich liegt noch viel harte Arbeit vor mir“, schloss er.