„Das ist nicht gut genug“ – Sportdirektor von Lidl-Trek enttäuscht über die Gesamtleistung der Mannschaft am Tag, an dem Skjelmose Zeit verlor

Radsport
Mittwoch, 26 August 2026 um 10:00
Mattias Skjelmose crosses the line on stage 4 of the 2026 Vuelta a Espana
Die vierte Etappe der Vuelta a España 2026 war der erste der vielen harten Bergtage dieser Ausgabe. Wie erwartet wollten sich zahlreiche Anwärter gegen ihre Rivalen testen, auch wenn der Schlagabtausch hinter Tadej Pogacar in einer Art Patt endete, als eine sechsköpfige Verfolgergruppe gemeinsam ins Ziel kam. Überraschend fehlten dort jedoch einige Namen. Unter ihnen Mattias Skjelmose.

Chaos bei Lidl-Trek

Bereits am ersten kategorisierten Anstieg der Etappe – dem 25 Kilometer langen Port d’Envalira – schrumpfte das Feld auf rund 40 Fahrer zusammen. Dahinter jagte Lidl-Trek in der zweiten Gruppe mit hohem Tempo. Der erste Gedanke: Mattias Skjelmose müsse den Anschluss verloren haben. Der Däne wurde jedoch schließlich bei seinen Gesamtkonkurrenten gesichtet.
Der Grund für die Nervosität: Der Däne hatte keinen einzigen Helfer an seiner Seite – eine ungünstige Konstellation mit noch 80 verbleibenden Kilometern. Doch das Tempo von Decathlon ließ ein Zurückkehren von Skjelmoses Teamkollegen nicht zu.
„Das ist nicht gut genug. Ich finde es nicht enttäuschend, dass Mads Pedersen nach einem 25-Kilometer-Anstieg nicht dabei ist, aber wir haben andere Fahrer, die in den Bergen besser performen sollten“, sagte Teammanager Kim Andersen gegenüber TV2 mit Blick auf Patrick Konrad, Julien Bernard und Lennard Kämna. „Die hätten dabei sein müssen.“

Skjelmose nicht in Topform

Auf den verbleibenden Anstiegen wurde schmerzhaft deutlich, dass Skjelmose auch den Tritt der Favoritengruppe nicht halten konnte, als Gall & Co. am Coll d’Ordino vom Dänen wegrutschten. Am Ende verbuchte er einen Rückstand von 38 Sekunden.
„Er fühlte sich nicht gut. Wenn wir es kurz analysieren, sehen wir, dass er in der vierten Etappe der Vuelta 2024 eine Minute verlor, obwohl er am Ende Fünfter wurde. Vielleicht hatte er erneut Startprobleme“, sagt Andersen auf der Suche nach einer möglichen Erklärung.
Es ist kein Weltuntergang, denn Skjelmose hatte dank des Zeitfahrens auf Etappe 1 etwas Vorsprung. Für das angestrebte Top-5-Gesamtergebnis darf er sich jedoch keine weiteren Schwächetage leisten.
„Natürlich ist es schade, dass wir Zeit verlieren. Aber es ist keine Katastrophe, denn gegenüber einigen Konkurrenten hat er weiterhin Zeit, also ist alles in Ordnung“, resümiert der Sportdirektor.
„Ich hatte Schwierigkeiten, mich ganz zu quälen. Vielleicht liegt es an der Tour, aber ich bin nicht nervös. 2024 hatte ich auch einen schwachen Start, und am Ende lief es gut“, ergänzt Skjelmose selbst. „Ich bin noch nie zwei Grand Tours direkt hintereinander gefahren, es liegt also wohl am Rennrhythmus. Ich hoffe, dass ich mich im weiteren Verlauf steigern kann.“
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