Wout Van Aert hat mit
Dwars door Vlaanderen keine glänzende Historie, kann das an diesem Mittwoch in Waregem jedoch ändern. Die letzte Kopfsteinpflasterklassiker-Prüfung vor den Monumenten ist ein wichtiger Renntag, und ohne Tadej Pogacar und Mathieu van der Poel eröffnet sich dem Belgier eine goldene Chance auf seinen ersten Saisonsieg.
Und wie in diesem Jahr betont, dreht sich sein Frühjahr nicht nur um die Monumente – Van Aert will auch daneben gewinnen: „Dieses Rennen ist ebenfalls ein großes Ziel. Es ist ein wunderschönes Rennen und daher sehr wichtig“, sagte Van Aert am Morgenstart in Roeselare gegenüber
Sporza.
Vor zwölf Monaten führte hier eine Entscheidung zugunsten besserer Sprintchancen zu einem Fiasko für
Team Visma | Lease a Bike, das trotz klarer Überzahl gegenüber Neilson Powless im Finale nicht angriff. Damals ein schwerer Schlag, den der Routinier jedoch abgehakt hat.
„Ich habe ehrlich gesagt nicht mehr viel daran gedacht, auch wenn es mir in den letzten Tagen natürlich ein paar Mal wieder in den Sinn kam. Jeder weiß, was letztes Jahr passiert ist. Und das ist auch das Schöne am Radsport: dass er unberechenbar ist“, ordnet er ein.
Letzter Test vor der Flandern-Rundfahrt
Am Morgen prägte die Meldung über Remco Evenepoels Flandern-Debüt die Schlagzeilen – ein Faktor, der Van Aerts Aufgabe am Sonntag zusätzlich verkompliziert. Doch Van Aert geht heute nicht nur mit Blick auf Flandern an den Start.
„Natürlich hängt es ein Stück weit zusammen, denn man nimmt die heutige Leistung mit in den Sonntag. Aber dieses Rennen ist wirklich ein Ziel an sich.“ Er hat nicht nur ein starkes Visma-Team im Rücken, das mehrere Siegoptionen bietet, sondern präsentiert sich nach Milano-Sanremo und Middelkerke – Wevelgem in herausragender Form.
„Besser geht’s kaum“, versichert er. „In Flanders Fields war ein wunderschönes Rennen. Ich konnte fahren, wie ich es mag. Heute will ich erneut entscheidend eingreifen und um den Sieg mitfahren.“