Allan Peiper, strategischer Berater bei
Red Bull - BORA - hansgrohe, sprach offen über die Zukunft von Primož Roglič und seine Rolle bei Grand Tours. Der Slowene richtet seinen Fokus in diesem Jahr ausschließlich auf die Vuelta a España und jagt den Sieg, der ihn zum erfolgreichsten Fahrer in der Geschichte des Rennens machen würde.
Interview mit Allan Peiper über Roglič Rolle und Vuelta-Ambitionen
„Ich weiß nicht, ob Roglič noch alles hat, was es braucht, um auf absolutem Topniveau zu gewinnen, aber ich weiß, dass er alles dafür tut, dort zu bleiben. Sehr wenige Fahrer trainieren so hart wie er, und ich habe nur sehr wenige getroffen, die so engagiert sind wie er“, sagte Peiper
im Interview mit Siol.
Der Berater des deutschen Teams sagte, er wünsche sich zwei konkrete Dinge in Bezug auf Roglič:
„Einerseits würde ich ihn liebend gern wieder in Bestform sehen und die Vuelta erneut gewinnen sehen, andererseits möchte ich ihn auch in einer anderen Rolle erleben. Zum Beispiel den Giro fahren und Giulio Pellizzari im Kampf ums Gesamtklassement helfen, vielleicht selbst eine Etappe gewinnen, aber vor allem einen jüngeren Fahrer mit seiner Erfahrung unterstützen und in entscheidenden Momenten an seiner Seite sein. Oder – was mir noch wichtiger wäre – zur Tour de France mit Evenepoel und Lipowitz fahren.“
Doch der Slowene ist weiterhin fünfmaliger Grand-Tour-Sieger, und einen Schritt zurückzumachen ist nie einfach: „Die Frage ist natürlich, ob Primož das überhaupt will. Er war nie in einer ausgeprägt dienenden Rolle, denn er war stets stark genug, um Anführer zu sein. Könnte er eine solche Rolle annehmen, obwohl er die Vuelta und das Rote Trikot im Kopf hat?“
Volle Verpflichtung gegenüber Red Bull
Peiper, 66, stößt in dieser Saison nach Jahren gesundheitlicher Probleme und einem harten Kampf gegen Prostatakrebs zu Red Bull - BORA - hansgrohe. Wie er erklärte, ist seine Rückkehr in den Profiradsport nicht nur beruflich, sondern auch persönlich: ein neues Kapitel, in dem er seine Erfahrung an die jungen Fahrer des Teams weitergibt und zugleich die Dynamik des Rennens wieder genießt.
Der erfahrene Berater lobte zudem Tadej Pogačar, ohne Rogličs Potenzial aus den Augen zu verlieren. „Was mich an Pogačar am meisten fasziniert, ist seine Fähigkeit, auf jedem Terrain Unterschiede zu machen“, merkte er an.