2014 krönte sich Bradley Wiggins zum Weltmeister – 12 Jahre später jagt Sohn Ben in Montreal denselben Traum

Radsport
durch Nic Gayer
Montag, 21 September 2026 um 19:00
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Ben Wiggins, amtierender britischer U23-Meister im Einzelzeitfahren und Sohn von Bradley Wiggins, gehört heute Abend zu den Topfavoriten im U23-Zeitfahren der Radsport-WM in Montreal. Sollte ihm der Sieg gelingen, würde er ausgerechnet in jener Disziplin Weltmeister werden, in der sein Vater 2014 das Regenbogentrikot gewann.
Der 21-jährige Profi von Hagens Berman Jayco geht als viertletzter Fahrer von der Startrampe. Zu seinen größten Konkurrenten im stark besetzten Feld zählt der Spanier Hector Alvarez, der am Montag ebenfalls durch die Straßen von Montreal um die Medaillen kämpfen wird.

Zwölf Jahre später jagt der Sohn den nächsten WM-Titel

Am 24. September 2014 schrieb Bradley Wiggins im spanischen Ponferrada eines der großen Kapitel seiner Karriere. Der Brite distanzierte Titelverteidiger Tony Martin um 26 Sekunden und sicherte sich das Regenbogentrikot im Einzelzeitfahren der Elite. Zwölf Jahre später und beinahe auf den Tag genau nimmt nun sein Sohn dieselbe Disziplin bei der Radsport-WM in Angriff – allerdings noch auf U23-Ebene und mit dem Ziel, seine eigene Medaille zu gewinnen.
Bradley Wiggins ist ehemaliger Welt- und Olympiasieger
Bradley Wiggins ist ein ehemaliger Welt- und Olympiasieger
Die Radsporttradition der Familie Wiggins erstreckt sich mittlerweile über drei Generationen. Ben ist der Enkel des ehemaligen australischen Radprofis Gary Wiggins und verbindet – genau wie sein Vater – den Bahn- mit dem Straßenradsport. „Ich war sieben, als mein Vater die Tour gewonnen hat“, erinnerte sich Wiggins 2023, nachdem er bei der Radsport-WM in Glasgow Silber im Einzelzeitfahren der Junioren gewonnen hatte.
Seine sportliche Entwicklung verlief seitdem kontinuierlich. Nach dem Junioren-Silber in Glasgow belegte Wiggins bei der Radsport-WM 2024 in Zürich den 18. Platz im U23-Zeitfahren. Im vergangenen Juni gelang ihm schließlich bei den britischen Meisterschaften in Lampeter der nächste große Schritt, als er erstmals den nationalen U23-Titel im Kampf gegen die Uhr gewann. Diese Leistung schürt nun entsprechend hohe Erwartungen vor seinem Start in Montreal.

„Ich muss das wirklich zu Ende bringen“

„Ich war zweimal als Junior Zweiter und bislang zweimal als U23-Fahrer Zweiter“, erklärte Wiggins nach seinem Titelgewinn bei den britischen Meisterschaften. Dort hatte er die Konkurrenz mit mehr als einer Minute Vorsprung dominiert und dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 52,9 km/h erreicht.
Seine Ambitionen beschränken sich allerdings keineswegs auf das heutige Rennen. „Ich will mir keine Grenzen setzen. Ich bin sehr ambitioniert“, sagte Wiggins gegenüber dem Telegraph. Da für ihn die letzte Saison in der U23-Kategorie bevorsteht und 2027 voraussichtlich der Wechsel in die WorldTour folgt, stellt die Radsport-WM in Montreal einen wichtigen Meilenstein auf seinem weiteren Karriereweg dar.

Ein enges Rennen um die Medaillen erwartet

Das U23-Einzelzeitfahren führt über 31,3 Kilometer und wird auf einem überwiegend flachen, gleichzeitig aber technisch anspruchsvollen Kurs ausgetragen. Wiggins nimmt das Rennen um 19:40:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Angriff.
Damit geht der Brite als viertletzter Fahrer auf die Strecke und kennt beim Start bereits einen Großteil der Zeiten seiner Konkurrenten. Die letzte Startzeit des Tages gehört dem Belgier Matisse van Kerckhove, der um 19:45 Uhr von der Rampe rollt.
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