Die Generalprobe von
Mathieu van der Poel für die Mountainbike-Weltmeisterschaften in der kommenden Woche in Val di Sole ist gelungen. Auch wenn der Niederländer im XCO-Rennen von Les Gets die Arme im Ziel nicht heben konnte, ist der zweite Platz hinter Adrien Boichis ein starkes Signal für den nächsten Sonntag, an dem Van der Poel seine Sammlung an Regenbogentrikots vervollständigen will.
Die Bühne ist bereitet
Für den 31-Jährigen war es die Rückkehr ins Mountainbike fast ein Jahr nach seinem letzten Einsatz. Sein letzter Start datiert von der XCO-WM in Crans-Montana im September. Damals ging der Versuch schief und Van der Poel rollte enttäuscht als 29. über die Ziellinie.
Diesmal sind die Signale deutlich positiver. So konnte Van der Poel im Ziel trotz des verpassten Sieges lächeln:
„Es war wirklich großartig, wieder an der Spitze des Rennens mitzufahren“, bilanzierte er seinen Auftritt auf dem Mountainbike. „Es war schon eine ganze Weile her. Es macht einen großen Unterschied, wenn man aus der zweiten Reihe starten kann. Ich war sofort in der Spitzengruppe.“
Der letzte Punch fehlt
Eine Woche vor der WM sind keine großen Sprünge in der Form mehr möglich, auch wenn Van der Poel genau weiß, wo noch Luft nach oben ist.
„Es hat mir wirklich Spaß gemacht“, so Van der Poel weiter. „Aber mir fehlt aktuell noch der letzte Punch, um gewinnen zu können, dennoch bin ich mit dieser Leistung zufrieden. Ich weiß, wie unglaublich hoch das Niveau ist. Ich wollte als Erster in den finalen technischen Abschnitt einbiegen, aber er (gemeint ist Boichis, Anm.) war einfach ein wenig stärker, sodass ich nicht mehr vorbeikam. Da war ich definitiv am Limit.“
Mathieu van der Poel während 2025 Nove Mesto World Cup XCO race
Während die Organisatoren in Les Gets alles daransetzten, Van der Poel für Short Track und Cross-Country eine günstige Startposition zu sichern, sehen seine Karten bei den Weltmeisterschaften deutlich schlechter aus. Dort wartet auf das niederländische Phänomen keine Sonderbehandlung.
„Das ist ein schönes Resultat, aber ich bin auch im letzten Jahr in Les Gets stark gefahren und war dann bei der WM nicht gut. Die Startposition ist sehr wichtig, und ich muss wieder aus der fünften Reihe losfahren. Also brauche ich ein bisschen Glück“, schließt er.