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Neues Supertalent will Van der Poel und Van Aert nacheifern: „Ich möchte meine gesamte Karriere Cyclocross fahren“

Cyclocross
durch Nic Gayer
Aubin Sparfel
Aubin Sparfel gehört zu den vielversprechendsten Nachwuchsfahrern, die 2027 den Sprung in die WorldTour schaffen. Der junge Franzose wird künftig für Decathlon CMA CGM an den Start gehen und damit den nächsten großen Schritt seiner Straßenkarriere machen. Doch trotz seiner wachsenden Ambitionen auf höchstem internationalem Niveau steht für ihn bereits fest, dass er seiner zweiten großen Leidenschaft treu bleiben will: dem Cyclocross. Auch als WorldTour-Profi möchte Sparfel regelmäßig im Winter durch Schlamm und Sand fahren.
Bei Decathlon CMA CGM wird der Franzose künftig wieder an der Seite von Paul Seixas fahren, mit dem ihn bereits eine gemeinsame Vergangenheit verbindet. Die beiden gleichaltrigen Talente bestritten schon zwei Jahre gemeinsam in der Juniorenklasse, ehe sich ihre sportlichen Wege zunächst trennten. Sparfel durchlief anschließend zwei Saisons im Entwicklungsteam des französischen Rennstalls und empfahl sich mit seinen starken Leistungen im Jahr 2026 für den Aufstieg in die Profimannschaft.

Etappensiege und Profi-Triumphe: Sparfel empfiehlt sich für die WorldTour

Auch wenn Sparfels Entwicklung nicht ganz so rasant verlief wie die einiger anderer herausragender Nachwuchstalente, hat er sein enormes Potenzial längst unter Beweis gestellt. Mit Etappensiegen beim Giro Next Gen und der Tour de l'Avenir setzte er bei zwei der wichtigsten Nachwuchsrundfahrten deutliche Ausrufezeichen. Darüber hinaus gelangen ihm bei Einsätzen für das WorldTour-Team bereits zwei Siege im Profipeloton. Besonders sein Triumph beim diesjährigen GP de Wallonie unterstrich, dass er schon jetzt in der Lage ist, sich gegen etablierte Profis durchzusetzen.
Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere auf der Straße sind damit geschaffen. Doch bevor Sparfel 2027 endgültig in der WorldTour Fuß fasst, richtet sich sein sportlicher Fokus zunächst auf eine andere Disziplin. Statt sich ausschließlich auf die Vorbereitung seiner ersten Profisaison zu konzentrieren, will der Franzose auch im Cyclocross weiterhin auf höchstem Niveau um Siege kämpfen.

„Meine Ambitionen auf der Straße werden meinen Cyclocross-Wintern nicht im Weg stehen“

Wie ernst es Sparfel mit seinen Zielen im Gelände ist, zeigte er am vergangenen Wochenende eindrucksvoll. Zunächst gewann er beide Auftaktrennen der Coupe de France de Cyclo-cross, des französischen Cyclocross-Cups. Am Sonntag setzte er seine Erfolgsserie beim prestigeträchtigen Koppenbergcross fort, wo er das U23-Rennen für sich entschied. Dabei ließ er unter anderem Giel Lejeune hinter sich, der in den vergangenen Wochen selbst in der Eliteklasse zu den stärksten Fahrern gehört hatte.
Langfristig möchte Sparfel einen ähnlichen Weg einschlagen wie Mathieu van der Poel und Wout Van Aert. Die beiden Superstars haben in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass sich große Erfolge auf der Straße mit einer ambitionierten Cyclocross-Karriere verbinden lassen. Genau dieses Modell schwebt auch dem französischen Nachwuchstalent vor.
„Meine Ambitionen auf der Straße werden meinen Cyclocross-Wintern nicht im Weg stehen“, erklärte Sparfel gegenüber Het Laatste Nieuws.
Dabei machte er deutlich, dass seine Begeisterung für den Cyclocross weit über die kommenden Jahre hinausgeht. „Ich möchte während meiner gesamten Karriere weiter Cyclocross fahren“, betonte der künftige WorldTour-Profi.

Van der Poel, Van Aert und Nys als Vorbilder: Sparfel setzt auf zwei Disziplinen

Dass Sparfel große Ambitionen im Cyclocross verfolgt, dürfte auch mit seinem persönlichen Umfeld zusammenhängen. Der Franzose wird von David van der Poel, dem Bruder des mehrfachen Cyclocross-Champions Mathieu van der Poel, vertreten. Noch bevor Sparfel in der kommenden Saison sein reguläres Debüt als Straßenprofi gibt, stehen für ihn zwei weitere wichtige Ziele im Gelände auf dem Programm: die U23-Europameisterschaft und die U23-Radsport-WM.
Dass sich eine erfolgreiche Straßenkarriere und regelmäßige Cyclocross-Einsätze nicht gegenseitig ausschließen müssen, zeigen neben Van der Poel und Van Aert auch andere prominente Beispiele. Thibau Nys etwa gewann zuletzt das Eliterennen beim Koppenbergcross und hat in den vergangenen Saisons ebenfalls bewiesen, dass er in beiden Disziplinen auf hohem Niveau konkurrenzfähig sein kann.
Auch Tom Pidcock gehört zu den bekanntesten Fahrern, die sowohl auf der Straße als auch im Cyclocross große Erfolge gefeiert haben. Der ehemalige Cyclocross-Weltmeister hat allerdings bereits bestätigt, dass er in diesem Winter auf Starts im Gelände verzichten wird. Damit bleiben Fragen offen, welche Rolle die Disziplin künftig noch in seiner Karriere spielen wird.
Als konsequenteste Vertreter des Zusammenspiels zwischen Straßenradsport und Cyclocross gelten weiterhin Mathieu van der Poel und Wout Van Aert. Über einen Zeitraum von rund zehn Jahren hielten beide an ihren Wintereinsätzen fest und verzichteten lediglich dann auf wichtige Crossrennen, wenn Verletzungen oder andere Verpflichtungen ihre Teilnahme verhinderten. Für Aubin Sparfel ist genau diese langfristige Verbindung beider Disziplinen das große Vorbild, an dem er seine eigene Karriere ausrichten möchte.
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