„Ich habe immer gehofft, auf dem Höhepunkt aufzuhören“ – Erleben wir an diesem Wochenende das letzte Querfeldein-Rennen von Mathieu van der Poel?

Cyclocross
Dienstag, 27 Januar 2026 um 18:00
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Die Weltmeisterschaften in Hulst geben Mathieu van der Poel die Chance auf ein achtes Regenbogentrikot im Cross – und eröffnen ihm zugleich die Option, sich aus der Disziplin zu verabschieden, wann immer er möchte. Das kann an diesem Wochenende sein oder erst in einigen Jahren; der Niederländer schließt kein Szenario aus.

So schafft Mathieu van der Poel den WM-Titel und die freie Zukunft

Bevor diese Entscheidung ansteht, muss er jedoch das Rennen am Sonntag gewinnen. „Ich bin fokussiert und fahre sicherlich nicht hin mit dem Gefühl, dass es schon erledigt ist. Die Vorbereitung war gut, das gibt mir Ruhe. Aber passieren muss es trotzdem“, sagte van der Poel im Gespräch mit Het Laatste Nieuws.
Zweifel am nächsten Titelgewinn gibt es dennoch kaum. Er hat in den vergangenen zwei Cross-Wintern jedes seiner Rennen gewonnen, und im letzten Monat wirkte – abgesehen von Wout van Aert – niemand in der Lage, ihn ernsthaft zu fordern.
Seine Auftritte am vergangenen Wochenende in Maasmechelen und Hoogerheide seien dennoch kein Versuch gewesen, die Konkurrenz einzuschüchtern, betont er. „Es bringt nichts, ein Zeichen setzen zu wollen, denn in Hulst starten alle bei null. Ich habe mich einfach sehr gut gefühlt, hoffentlich erwische ich auch am Sonntag einen guten Tag.“
Der technische, explosive Kurs in Hulst mit vielen Hängen liegt dem Niederländer, der dort bereits gewonnen hat, nahezu perfekt. „Ich habe die Strecke noch nicht studiert, aber sie sollte mir liegen. Es ist zudem Regen vorhergesagt. Das freut mich, denn ich hoffe auf ein hartes Rennen.“

Letzte Cross-Saison?

Direkt auf ein mögliches Karriereende im Cross angesprochen, antwortete van der Poel: „Ich liebe Cyclocross immer noch, aber man muss auch über andere Optionen nachdenken. Und irgendwann ist Schluss, das weißt du. Ich habe immer gehofft, auf einem Hoch abzutreten.“ Zuvor hatte er bereits seine Neugier geäußert, wie sich ein Frühling ohne Cross-Winter anfühlen würde – als Experiment, um zu verstehen, ob er sich weiter steigern kann.
Bemerkenswert ist eine seiner Aussagen zur Option, die Saison teilweise auszulassen und dennoch die Cross-WM zu bestreiten. „Die Wahl zu haben, macht alles etwas leichter. Nur die Weltmeisterschaft zu fahren, ist auch eine Möglichkeit“, gibt er zu.
Entscheidend ist ihm die Freiheit der Wahl. Alles hängt jedoch daran, ob er am Sonntag tatsächlich siegen kann. „Wir werden sehen. Und wenn es nicht klappt? Dann mache ich auf jeden Fall weiter. Jetzt, wo ich so nah an diesem Rekord bin, ist das definitiv ein Ziel.“
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