Team
Visma - Lease a Bike betont, dass
Matteo Jorgenson im entscheidenden Moment der 2. Etappe von
Tirreno-Adriatico perfekt positioniert war - auch wenn ein Sturz auf dem Schotter dem Amerikaner letztlich die Chance nahm, dem siegbringenden Angriff zu folgen.
Die Etappe explodierte auf dem nassen toskanischen Sterrato, als
Mathieu van der Poel die entscheidende Attacke setzte und das Feld auseinanderzog. Isaac del Toro und Giulio Pellizzari konnten schließlich zum Niederländer aufschließen. Das Trio entschied den Etappensieg anschließend unter sich in San Gimignano.
Sturz zwingt Visma zur Schadensbegrenzung
Jorgenson gehörte zu den Fahrern, die unmittelbar auf den Angriff reagierten. Doch genau in diesem Moment wurden ihm die schwierigen Bedingungen auf dem rutschigen Schotter zum Verhängnis.
„Matteo war da, wo er sein wollte, und gehörte zu den wenigen, die mit Mathieu mitgehen konnten“,
erklärte Sportdirektor Jesper Morkov anschließend in einer Mitteilung von Team Visma - Lease a Bike.
Der Amerikaner hatte den entscheidenden Moment des Rennens früh erkannt. Er positionierte sich im vorderen Teil des Feldes, als die Fahrer in den Schottersektor einbogen, der später das Rennen entschied.
Beim Versuch, der Beschleunigung von Van der Poel zu folgen, verlor Jorgenson jedoch in einer Kurve auf dem glatten Untergrund die Kontrolle. „Leider verlor Matteo den Grip und rutschte in der Kurve weg“, erklärte Morkov. „Das war wirklich schade.“
Da sich die drei Spitzenfahrer schnell absetzen konnten, stellte das Team sofort auf Schadensbegrenzung um. „Danach ging es darum, den Schaden so klein wie möglich zu halten“, sagte Morkov.
Van Aert stabilisiert die Verfolgergruppe
Auf den letzten Kilometern spielte Wout van Aert eine zentrale Rolle in der Verfolgung hinter den Spitzenreitern.
Der Belgier übernahm in der Gruppe der Verfolger die Tempoarbeit und sorgte dafür, dass der Abstand zur Spitze nach der Vorentscheidung nicht weiter anwuchs. „Wout hat einen großartigen Job gemacht und die Lücke zur Spitze so klein wie möglich gehalten“, sagte Morkov.
Trotz des Rückschlags durch den Sturz bleibt das Team optimistisch, was Jorgensons Chancen im Gesamtklassement betrifft. „Matteo liegt im Gesamtklassement auf Platz sieben, 31 Sekunden hinter Del Toro - da ist noch alles drin“, ergänzte der Sportdirektor.
Wout Van Aert vor Etappe 2 bei Tirreno-Adriatico 2026
Visma sieht positives Gesamtbild
Abgesehen vom Sturz zeigte sich das Team zufrieden mit dem Rennverlauf bis zum entscheidenden Schotterabschnitt.
„Kompliment an die Jungs. Sie sind ein starkes Rennen gefahren“, sagte Morkov. „Steven hat tagsüber das Feld angeführt, während Tim, Filippo und Owain dafür sorgten, dass wir gut positioniert in den Schotterabschnitt gingen.“
Auch wenn das Endresultat nicht den ursprünglichen Erwartungen entsprach, zeigte die Reaktion des Teams deutlich, dass Visma weiterhin an die Chancen seines amerikanischen Kapitäns glaubt. In den kommenden Tagen könnte sich das Rennen in den italienischen Hügeln von Tirreno-Adriatico noch einmal komplett neu entwickeln.