Das Herrenrennen der
Weltcup-Runde in Hoogerheide endete mit einem historischen Moment:
Mathieu van der Poel stürmte zu seinem 51. Weltcupsieg und ließ Sven Nys hinter sich, um als erfolgreichster Fahrer der Wettbewerbsgeschichte allein dazustehen.
Van der Poel setzt Rekord in Hoogerheide – 51. Weltcupsieg im Cross
Van der Poels Sieg war nach seiner Attacke in der zweiten Runde nie mehr in Gefahr. Nachdem er die Auftaktphase beobachtet hatte, reagierte der Weltmeister sofort auf eine Beschleunigung von Tibor Del Grosso, schloss in Sekunden die Lücke und fuhr dann unwiderstehlich davon.
Innerhalb einer Runde nahm das Rennen seine bekannte Gestalt an: Van der Poel alleine vorn, das restliche Feld bereits im Schadensbegrenzungsmodus.
Von dort an wurde es zur Demonstration. Van der Poel vergrößerte seinen Vorsprung fast ohne sichtbare Mühe, schwebte durch die technischen Passagen und über die Hürden, während die Führung erst auf über vierzig, dann fünfzig Sekunden und schließlich auf mehr als eine Minute anwuchs. Selbst als die Verfolgung hinter ihm immer wieder neu organisiert wurde und zerfiel, wuchs die Lücke an der Spitze weiter.
Chaotische Verfolgung klärt sich spät
Während Van der Poel vorne enteilt war, blieb der Kampf um die restlichen Podestplätze lange offen. Eine große Verfolgergruppe formierte und zerstreute sich wiederholt, mit
Thibau Nys, Toon Aerts, Niels Vandeputte, Joris Nieuwenhuis, Felipe Orts und anderen, die abwechselnd Führungsarbeit leisteten, ohne nachhaltige Ordnung herzustellen.
Erst in der Schlussrunde zeichnete sich Klarheit ab. Del Grosso startete eine entschlossene Attacke, zunächst gefolgt von Nieuwenhuis, ehe Nys den Kampf um Rang zwei mit einem langen, frühen Sprint entfachte. Diese Attacke riss die Gruppe kurz auseinander, doch das Gummiband hielt erneut, und Nys wurde vor dem Ziel wieder gestellt.
Auf den letzten Metern setzte Del Grosso das Timing am besten, sicherte sich Rang zwei vor Aerts, während Nys nach viel Initiative in der Schlussphase knapp neben dem Podium landete.
Rekordfahrt, stilvoll besiegelt
An der Spitze spielte all das keine Rolle. Van der Poel überquerte solo die Linie, vollendete eine dominante Vorstellung und feierte einen Meilenstein. Sein 51. Weltcupsieg hob ihn über Sven Nys, dessen Marke von 50 Erfolgen ein Jahrzehnt lang Maßstab gewesen war.
Es war ein passendes Finale für den Weltcup in Hoogerheide und eine Saison, in der Van der Poel die Erwartungen immer wieder verschoben hat. Diesmal erzählte die Zahl selbst die Geschichte.