„Zwischen einer Top Ten und einem Etappensieg wähle ich die Top Ten“: Cian Uijtdebroeks peilt ein starkes Abschneiden in der Gesamtwertung an und führt ein Movistar-Team der neuen Generation an

Radsport
Freitag, 03 Juli 2026 um 6:00
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Cian Uijtdebroeks gibt sein lang erwartetes Tour-de-France-Debüt mit dem klaren Ziel, in der Gesamtwertung in die Top 10 zu fahren. Nach zwei Teilnahmen an der Vuelta a España und einem Giro d’Italia startet der 23-jährige Belgier erstmals bei der Tour als Movistar-Teamkapitän für das Gesamtklassement. Nach mehreren von gesundheitlichen Problemen beeinträchtigten Saisons hat Uijtdebroeks 2026 stark performt und das Vertrauen des Teams gewonnen, während er sich auf das größte Rennen seiner Karriere vorbereitet.

Ein Traumdebüt als Teamkapitän

Uijtdebroeks bezeichnete sein Tour-de-France-Debüt als besonderen Meilenstein, noch bedeutsamer durch die Verantwortung, Movistar Team in Abwesenheit von Enric Mas anzuführen. „Es ist etwas ganz Besonderes. Es ist das größte Rennen, das wir haben. Als Radprofi ist das das Rennen, von dem man träumt. Es ist nicht selbstverständlich, überhaupt als Kapitän starten zu können und zu dürfen, deshalb ist es eine große Ehre, das dieses Jahr zu tun“, sagte er auf einer Pressekonferenz.
Er ist zudem überzeugt, dass die klare Führungsrolle ihm vor dem Start zusätzliche Ruhe gibt. „Es ist ein riesiger Luxus, dass ich der Kapitän bin, und es gibt mir viel innere Ruhe. Ich muss mir jetzt nicht zu viele Gedanken machen und kann mich wirklich auf die Jungs verlassen. Es ist eine junge Gruppe, aber auch eine, die für die Zukunft aufbaut. Wir formen als Team bereits die nächste Movistar-Generation.“
Ein Etappensieg wäre unvergesslich, doch Uijtdebroeks betont, dass der Fokus klar auf dem Gesamtresultat liegt. „Die Ambition ist die Top 10. Auch um für die kommenden Jahre zu lernen, aber was das Ergebnis angeht, ist die Top 10 das Hauptziel.“
Auf die Frage, ob er einen Etappensieg oder einen Top-10-Platz in Paris bevorzugen würde, blieb er seiner Linie treu – mit einer durchaus überraschenden Antwort. „Das ist schwierig, weil es die Tour ist – nicht der Giro oder die Vuelta – aber zwischen Top 10 oder einem Etappensieg wähle ich die Top 10. Denn das Ziel ist, künftig noch höher zu finishen, und dafür müssen wir mit der Top 10 anfangen.“
Cian Uijtdebroeks bei der Tour Auvergne-Rhône-Alpes 2026
Cian Uijtdebroeks bei der Tour Auvergne-Rhône-Alpes 2026

Die erste Woche überstehen

Der Belgier erwartet, dass es in den Auftaktetappen vor allem darum geht, Verluste zu begrenzen, bevor später im Rennen die entscheidenden Bergetappen folgen. „Es gibt viele Etappen, auf denen man auch mal ein bisschen Zeit verlieren kann, sozusagen. Wir haben das Mannschaftszeitfahren, aber das lief im Dauphiné gut. Es geht wirklich darum, Tag für Tag zu fahren.“
„Wir müssen die erste Woche und die darauffolgende halbe Woche mit minimalem Schaden in Sachen Zeit überstehen, so wenig wie möglich verlieren. Vor allem aber ruhig bleiben, denn in der letzten anderthalb Wochen werden die Abstände einfach so groß sein, dass noch viel möglich ist. Der Schlüssel ist also, die Zeitverluste bis zur finalen anderthalb Wochen zu begrenzen und dann den Unterschied zu machen.“
Mit Blick auf das Auftakt-Mannschaftszeitfahren in Barcelona erklärte Uijtdebroeks, dass sich die Teamstrategie darum drehen wird, ihm die schnellstmögliche Zielzeit zu verschaffen.
„Das Ziel ist, mit mir die schnellste Zeit zu fahren. Wir müssen schauen, wie das am besten geht: mit zwei Fahrern bis ins Ziel, mit drei oder mit mir allein. Wir müssen die schnellste Option wählen. Aber ich denke, der größte Zeitverlust im Mannschaftszeitfahren wird wohl gegen UAE Team Emirates entstehen, die wirklich eine Top-MZF-Mannschaft sind.“
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