Georg Steinhauser zählt die Tage bis zu seinem lange ersehnten Debüt bei der
Tour de France. Der 24-jährige Deutsche, der 2024 beim Giro d’Italia einen Durchbruchsetappensieg feierte, will das Rennen aus Ausreißergruppen beleben und zu den kämpferischsten Fahrern gehören. Auf die einzigartige Tour-Atmosphäre freut er sich – auf eine Tradition könnte er jedoch verzichten: die Pyrotechnik, die auf Bergetappen am Straßenrand oft gezündet wird.
Ein Traum wird Wirklichkeit
Nach einer starken Saisonvorstellung bereitet sich Steinhauser auf seinen ersten Auftritt bei der Tour de France vor und betont, dass ihm die Bedeutung dieses Moments voll bewusst ist.
„Ich freue mich riesig auf meinen Start bei der Tour de France. Das wird ein Moment, den ich in meiner Karriere nie vergessen werde“, sagte er in einem
Interview.
So sehr ihn die legendäre Stimmung am Streckenrand reizt, ein Aspekt sei weniger verlockend. „Pyrotechnik finde ich immer ein bisschen nervig. Man ist ohnehin schon außer Atem“, sagte er lachend.
Trotz dieser kleinen Einschränkung erwartet er auf den großen Bergankünften Gänsehaut-Momente.
„Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn man durch diese Menschenmassen fährt. Von links und rechts wird man angeschrien, den Berg hinaufgepeitscht. Die Atmosphäre ist ein riesiger Teil des Radsports, und darauf freue ich mich enorm!“
Steinhauser hat erst 1 Profisieg, aber was für einer!
Selbstvertrauen nach der Durchbruchssaison
Mit seinem Etappensieg beim Giro d’Italia 2024 meldete sich Steinhauser international an und bestätigte den Aufwärtstrend in dieser Saison mit starken Kletterauftritten.
Bei Paris–Nizza 2026 wurde er in den Bergen nur von
Jonas Vingegaard und dem Giro-d’Italia-Zweiten Daniel Martínez geschlagen – ein Ergebnis, das sein Selbstvertrauen vor den größten Rennen des Kalenders deutlich stärkte. „Das war sehr gut für mein Selbstvertrauen.“
Nun will der talentierte Kletterer dieses Momentum nutzen und seiner ersten Tour de France seinen Stempel aufdrücken.