„Zum ersten Mal seit zehn Tagen nehmen wir wieder lange Anstiege in Angriff ...“ – Jonas Vingegaard fiebert der Vogesen‐Bergetappe entgegen

Radsport
Samstag, 18 Juli 2026 um 16:39
Jonas Vingegaard and Tadej Pogacar
Jonas Vingegaard gilt als Fahrer, der im Verlauf der Tour de France stärker wird – vor allem auf langen Anstiegen. Heute kehrt das Rennen in die Hochalpen der Vogesen zurück, mit echten Hammeranstiegen, die weitere Abstände im Gesamtklassement schaffen dürften.

Col du Haag als Prüfstein für Vingegaard

Die 4000 Höhenmeter auf 155 Kilometern werden zu einer extrem harten Prüfung in einem Mittelgebirge, in dem Etappen dieser Art selten sind. Der Col du Haag steht am Ende einer Abfolge von Anstiegen mit sehr steilen Rampen, auf denen man sich nicht verstecken kann.
„Es ist das erste Mal seit zehn Tagen, dass wir lange Anstiege fahren; zuvor gab es die Tourmalet-Etappe. Ich bin sehr entschlossen, und das Team ebenfalls“, sagte Vingegaard im Vorstart-Interview.
„Hoffen wir, dass es ein guter Tag wird. Die Strecke heute? Ich kenne sie nicht im Detail, weil ich keine Streckenbesichtigung gemacht habe, aber ich habe mir die Daten der Anstiege angesehen. Angesichts der Längen und Steigungen wird es eine harte Etappe.“
Zuvor präsentierte sich der Däne am Col du Tourmalet sehr stark, verlor jedoch am Ende der 6. Etappe deutlich Zeit. In Le Lioran tat er sich auf den explosiven Schlussanstiegen schwer und büßte auch auf seine Podiumsrivalen ein.
Jonas Vingegaard während der 6. Etappe der Tour de France 2026
Jonas Vingegaard während der 6. Etappe der Tour de France 2026

Vertrauen in Visma für Vingegaard

Doch der Däne steigerte sich während des Giro, und die Erwartung ist, dass sich dies hier wiederholen könnte. Angesichts eines so dominanten UAE-Teams wird Vingegaard jedoch abwarten und seine Rivalen lesen müssen, bevor er Entscheidungen trifft.
„Das wird seine Taktik sein. Wir sind immer noch hier, um zu gewinnen, also werde ich am Hinterrad von Pogacar bleiben, mit dem Ziel, es zu halten“, fügte er an. „Dann sehen wir, wie ich mich fühle. Wenn es gut läuft und die Beine drehen, könnte ich sogar selbst etwas probieren – je nachdem, wie sich das Rennen entwickelt.“
Die wiederkehrende Frage bleibt, ob er weiterhin auf Gelb zielt. Die Antwort lautet: ja. „Ich habe Vertrauen in mich selbst und in das Team. Wir glauben weiterhin daran.“
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