Wout van Aert „fühlt sich wieder fit“ bei seinem Renncomeback, doch Visma warnt: „Wir sollten keine Wunder erwarten“

Radsport
Dienstag, 03 März 2026 um 14:45
Van Aert
Erleichterung und Zurückhaltung prägten die Stimmung bei Le Samyn, als Wout van Aert endlich ins Renngeschehen zurückkehrte – bei gleichzeitig klarer Ansage seines Teams, die Erwartungen geerdet zu halten.
„Ich bin wiederhergestellt“, sagte Van Aert vor dem Rennen bei VTM Nieuws. „Ich fühle mich nach einem ziemlich heftigen Magen-Darm-Infekt wieder fit. Ein paar Tage lang habe ich nicht so gegessen, wie ich sollte. Auf dem Rad habe ich mich bisher etwas schwach gefühlt. Ich bin gespannt, ob ich fit genug bin, um Leistung zu bringen. Wenn es gut läuft, will ich das Rennen offensiv gestalten.“
„Es war frustrierend, genau in diesem Moment krank zu werden“, räumt er ein. „Omloop ist ein echter Gradmesser, auf den man den ganzen Winter hinarbeitet. Die Enttäuschung war vor dem Start bereits verarbeitet.“
Diese Worte gaben Entwarnung nach einem Winter, der bereits durch einen Knöchelbruch mit anschließender Operation unterbrochen war – gefolgt von einer Erkrankung, die ihn am Opening Weekend hinderte. Im Lager von Team Visma | Lease a Bike klang es dennoch zurückhaltender.

„Wir sollten keine Wunder erwarten“

Sportdirektor Grischa Niermann traf vor dem Start den richtigen Ton. „Es ist nicht so schlimm“, sagte er zur Absage von Christophe Laporte. „Christophe ist erkältet. Er könnte fahren, aber wir wollen kein Risiko eingehen.“
Laportes kurzfristiger Ausfall war eine weitere Hürde an einem Tag, der ohnehin als Neustart galt. Und zu Van Aerts Verfassung wurde Niermann deutlich. „Aber wir sollten heute keine Wunder von Wout erwarten. Er war ziemlich krank. Er ist noch nicht bei hundert Prozent. Wout bleibt trotzdem unser Leader.“
Der Kontrast war auffällig. Van Aert fühlt sich wieder fit. Das Team betont, er sei noch nicht voll belastbar.

Ein dosiertes Comeback

Van Aert sagt, er fühle sich wieder fit. Zugleich gibt er zu, sich auf dem Rad schwach gefühlt zu haben und „gespannt“ zu sein, ob er bereit ist, Leistung abzurufen.
Nach Knöchelbruch, Operation und einem heftigen Mageninfekt, der ihn Omloop kostete, erfolgt das Comeback mit geringer Rennhärte und unterbrochenem Trainingsrhythmus.
Vismas Vorsicht spiegelt diese Realität. Er ist zurück. Aber noch nicht bei hundert Prozent.
Le Samyn wird zeigen, wie nah er wirklich dran ist.
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