„Wir starten alle wieder bei null“: Primoz Roglic entspannt und bereit, den dritten Tirreno–Adriatico-Dreizack zu jagen

Radsport
Montag, 09 März 2026 um 7:45
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2023 dominierte Primoz Roglic die Tirreno–Adriatico mit drei Etappensiegen und dem Gesamterfolg. In diesem Jahr kehrt der 36-jährige Slowene erstmals seit diesem Triumph zum italienischen Etappenrennen zurück.
Vor dem Start sprach der Kapitän von Red Bull - BORA - hansgrohe mit der Presse. Er wirkte gelöst und berichtete über sein Wintertraining, die junge Generation im Peloton und Remco Evenepoel als neuen Teamkollegen.
Bevor er seine Radsaison eröffnete, verbrachte Roglic im vergangenen Monat einige Tage bei den Olympischen Winterspielen in Mailand–Cortina. Als früherer Skispringer genoss er die Wettbewerbe sichtlich. Sogar über frühere Ziele scherzte er: „Es war eine wunderschöne Erfahrung. Jahrelang träumte ich davon, selbst bei Winterspielen zu starten. Am Ende wurden es die Sommerspiele“, sagte er laut WielerFlits.
Jetzt gilt der Fokus seinem ersten Rennen des Jahres. Er betonte, dass er hart gearbeitet habe, auch ohne Rennbelastung. „Beim ersten Rennen ist es immer schwer einzuschätzen, wo man steht. Ich war in den vergangenen Wochen nicht nur im Urlaub“, lachte er. „Ich habe ein Höhentrainingslager absolviert und dort gut trainiert. Aber jetzt freut es mich vor allem, endlich wieder Rennen zu fahren.“

Keine Garantien auf vertrauter Strecke

Roglic kennt das Rennen genau. Den Gesamtsieg holte er 2019 und 2023 noch im Trikot von Team Jumbo-Visma. Obwohl er erneut zu den Favoriten zählt, verspürt er derzeit keinen Ergebnisdruck.
„Natürlich will ich immer gewinnen. Aber ehrlich gesagt bin ich im Moment nicht so auf Resultate fixiert. Das Teilnehmerfeld ist stark, und ich freue mich vor allem auf den Kampf mit all den Jungs.“
Mit Blick auf den Parcours erwartet er die Entscheidungen in den späten Etappen in den Marken. Dennoch weiß er, dass seine früheren Siege heute nicht helfen.
„Das eröffnende Zeitfahren wird sicher eine Rolle fürs Gesamtklassement spielen, aber ich denke, die Etappen später in der Woche, in den Marken, werden letztlich entscheidend sein. Dort habe ich 2023 drei Etappen in Serie gewonnen. Ich beschwere mich also nicht über das Profil. Aber was ich vor drei Jahren gewonnen habe, bedeutet jetzt nichts. Das ist keine Garantie. Wir fangen alle wieder bei null an.“

Duell mit der nächsten Generation

Mit 36 Jahren misst sich Roglic mit einer sehr jungen Garde. Fahrer wie der 22-jährige Isaac del Toro und der 21-jährige Paul Magnier zählen in dieser Woche zu den Topfavoriten. Roglic stört das Duell mit Teenagern jedoch überhaupt nicht.
„Der Aufstieg so junger Fahrer lässt mich nicht alt fühlen. Im Gegenteil, er macht mich eher jünger. Ich liebe es, mich mit diesen Jungs zu messen.“ Er erklärte, dass im Rennen niemanden das Alter interessiere.
„Sobald wir die Startnummer anstecken und das Rennen läuft, spielt das Alter keine Rolle mehr. Jeder startet bei null und muss sich erneut beweisen. Genau das ist das Schöne an diesem Sport: Jedes Mal musst du zeigen, was du wert bist. Egal ob junger Fahrer oder seit Jahren dabei.“
Zum Schluss sprach Roglic über seinen neuen Teamkollegen Remco Evenepoel, der in dieser Saison zum deutschen Team gestoßen ist. Er sieht einen großen Vorteil darin, einen weiteren Superstar in der Mannschaft zu haben. „Mit Remco haben wir einen großen Namen dazubekommen. Er hat in diesem Jahr schon einige Rennen gewonnen. Für uns ist das nur gut. Je mehr wir gewinnen, desto besser. Außerdem nimmt das auch etwas Druck von den anderen Fahrern.“
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