Der Montag ist der erste Ruhetag des
Giro d’Italia 2026, doch für Fahrer und Staff fühlt er sich eher wie ein langer Reisetag an. Der gesamte Tross zieht von Bulgarien bis hinunter nach Catanzaro in Süditalien um. Während die Teambusse eine Mammutfahrt vor sich haben, nehmen die meisten Fahrer, darunter Topfavorit
Jonas Vingegaard, bereits am Sonntagabend den Flieger, um Vorsprung zu gewinnen.
Wie 2022 (Start in Ungarn) und 2025 (Albanien) fällt der erste Ruhetag bereits nach drei Etappen. Diese frühe Pause ist fest eingeplant, damit die Rundfahrt vom Ausland zurück nach Italien verlegt werden kann, wo am Dienstag die 4. Etappe startet.
Der Umzug bereitet vor allem dem Betreuerstab Kopfzerbrechen. Den Hauptbus, alle Räder und das Material rechtzeitig zum Start am Dienstag zu bringen, ist logistisch heikel. Von Sofia bis nach Süditalien sind es mindestens 19 Stunden Fahrzeit, und nicht jedes Team hat bei der Ankunft einen zweiten Bus parat.
Paul Magnier gewann die 3. Etappe des Giro d'Italia 2026
Jonas Vingegaard unzufrieden mit dem langen Transfer
Für die Fahrer ist die Reise immerhin etwas einfacher. Ein Großteil des Pelotons fliegt am Sonntagabend von Sofia nach Italien. Angesichts der körperlichen Belastung der Renntage ist jedoch nicht jeder begeistert von überfülltem Flughafen und Flugzeug.
„Ich hätte auf diese Reise lieber verzichtet, und ich habe meine Maske und Handdesinfektion dabei“, sagte Jonas Vingegaard
gegenüber den Medien, bevor es zum Flughafen ging.
Der große Sprung von Bulgarien nach Italien bleibt in diesem Monat nicht der einzige lange Transfer. Zwar verbleibt der Rest des Rennens innerhalb Italiens, doch ganz am Ende wartet erneut ein weiter Abschnitt.
Nach dem Ziel der 20. Etappe in den Nordalpen von Piancavallo muss das Peloton für die Schlussetappe nach Rom. Das sind rund sechs Stunden im Auto, weshalb viele Fahrer wohl erneut ins Flugzeug steigen, noch bevor das Rennen offiziell endet.