„Wir haben von den anderen Teams keine Hilfe bekommen“: Arnaud De Lie liefert perfekt ab und holt seinen ersten Saisonsieg

Radsport
Montag, 04 Mai 2026 um 6:00
De Lie
Arnaud De Lie musste bis Mai warten, doch der 24-jährige Belgier durfte bei der Lotto Famenne Ardenne Classic endlich seinen ersten Saisonsieg feiern. Das Finale war nervenaufreibend: Eine dreiköpfige Ausreißergruppe hielt bis 300 Meter vor dem Ziel vor dem Peloton stand, doch im Sprint des dezimierten Feldes war De Lie eine Klasse für sich und erinnerte an seine Qualitäten. Das Podium komplettierten Jens Verbrugghe (NSN Development Team) und Matteo Moschetti (Pinarello Q36.5 Cycling Team).

De Lies Comeback-Sieg bei der Famenne Ardenne Classic

„Ich bin sehr glücklich“, strahlte der Lotto-Intermarché-Profi im Ziel. So dominant sein Sieg auch war, ohne die starke Arbeit seiner Teamkollegen in den Schlusskilometern, die die Lücke schlossen, hätte er womöglich nur um Platz vier gesprintet.
Ein Trio aus Fahrern kontinentaler Teams – Filippo d'Aiuto (General Store - Essegibi - F.Lli Curia), Ryan Gal (Metec - SOLARWATT p/b Mantel) und Stijn Appel (BEAT CC p/b Saxo) – war nach einem herausragenden Kraftakt nahe dran an der Sensation, am Ende blieb jedoch nur die bittere Enttäuschung.
„Ich hatte großes Glück, denn die Ausreißer wären beinahe durchgekommen“, gab De Lie zu und räumte ein, dass das Rennen anders lief als erhofft. „Wir haben als Team das Rennen den ganzen Tag kontrolliert. Am Ende stehen wir mit dem Sieg da, das ist großartig für die Mannschaft und für mich. Wenn man Sprinter ist und es nicht zu Ende bringt, ist das kompliziert. Deshalb ist das sehr befriedigend.“

Lotto musste alleine arbeiten

Trotz einer bislang durchwachsenen Saison sorgte De Lies Auftritt auf heimischen Straßen dafür, dass alle Konkurrenten wachsam waren. Deshalb überließen die anderen Formationen Lotto-Intermarché die komplette Rennkontrolle.
„Es ging überhaupt nicht darum, das Rennen zu managen. Wir haben bis zur Schlussrunde von keinem anderen Team Unterstützung bekommen. Sie wollten Poker spielen“, monierte De Lie, bevor er seine Kollegen lobte: „Meine Teamkollegen haben einen außergewöhnlichen Job gemacht. Radsport bleibt taktisch.“
Seine Aufgabe im letzten Kilometer verlangte hingegen wenig Taktik, nur Druck auf die Pedale: „Ein Sprint ist Gefühlssache, und das hatte ich am Sonntag“, so De Lie. „Ich habe den Moment wirklich abgewartet, weil der Wind klar von vorn kam. Die letzten 100 Meter fühlten sich sehr lang an. Ich bin wirklich wegen des Selbstvertrauens hierhergekommen. Siegen ist die beste Starthilfe für die kommenden Rennen.“
Arnaud De Lie jubelt über den Sieg bei der Lotto Famenne Ardenne Classic
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