„Wir haben die Maglia Rosa schon sehr lange nicht mehr getragen“ – Quick-Step-Sportdirektor im Mannschaftswagen von Paul Magniers Giro‐d’Italia‐Sieg zu Tränen gerührt

Radsport
Samstag, 09 Mai 2026 um 13:30
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Paul Magniers dramatischer Sprint auf der Auftaktetappe des Giro d’Italia 2026 löste emotionale Szenen im Soudal - Quick-Step-Teamwagen aus, als Sportdirektor-Veteran Davide Bramati sichtlich überwältigt reagierte, nachdem der Franzose sich in Burgas in die Maglia Rosa sprintete.
Der 22-Jährige feierte am Freitagabend einen der größten Siege seiner jungen Karriere, als er das chaotische, von Stürzen geprägte Finale überstand und auf der 1. Etappe des Giro Tobias Lund Andresen und Ethan Vernon schlug.
Kurz nach dem Ziel veröffentlichte Soudal - Quick-Step Aufnahmen aus dem Teamwagen, in denen Bramati ins Funkgerät brüllt, als Magnier die Linie überquert, bevor er im Siegjubel sichtlich emotional wird. Der Clip verbreitete sich rasch in den Radsportsozialen Medien.
Im Gespräch mit TuttoBiciWeb räumte der erfahrene italienische Sportdirektor ein, dass dieser Moment für das Team nach mehreren schwierigen Giro-Jahren enorme Bedeutung habe. „Ich habe mit all meiner verbliebenen Luft ‚Chapeau‘ geschrien, weil wir die Maglia Rosa beim Giro schon sehr lange nicht mehr getragen hatten“, erklärte Bramati.
Aus dem Teamwagen verfolgten Bramati und der gesamte Stab von Soudal - Quick-Step das Finale aus der ersten Reihe, als das Rennen im letzten Kilometer in Chaos zerfiel. „Chapeau, Jungs“, sagte Bramati wiederholt über Funk. „So zu gewinnen, gibt dir wirklich eine gewaltige Befriedigung.“

„Dieses Trikot bedeutet viel“

Die Emotionen wurden zusätzlich durch die Erinnerung an den desaströsen Giro-Auftakt im Vorjahr befeuert, als Mikel Landa bereits auf der ersten Etappe stürzte und ausschied.
Für Bramati stand Magniers Erfolg in Burgas daher für weit mehr als nur einen frühen Etappensieg bei einer Grand Tour. „Dieses Trikot bedeutet viel, weil wir im vergangenen Jahr Pech hatten“, erklärte Bramati. „Wir haben Landa gleich auf der ersten Etappe verloren, und jetzt, wieder auf der ersten Etappe, haben wir das Rosa geholt.“
Der Italiener lobte zudem die gesamte Mannschaft von Soudal - Quick-Step für ihre Arbeit während der Etappe und die Vorbereitung auf den Giro-Auftakt. „Gestern war ein glücklicher Tag und natürlich ist er das auch heute noch, jetzt, da wir das Führungstrikot haben“, sagte Bramati. „Die Fahrer waren alle unglaublich, und sie waren auch in den Tagen davor ausgezeichnet. Es war wirklich lange her, dass wir zuletzt Rosa getragen haben.“

Emotionale Szenen nach Magniers Durchbruch

Trotz Jahrzehnten im Teamwagen auf höchstem Niveau räumte Bramati ein, dass Siege wie der von Magnier immer noch große Gefühle auslösen. Der letzte Kilometer in Burgas geriet nach einem Massensturz aus den Fugen, der das Feld spaltete und mehrere Top-Sprinter ausschaltete, doch Magnier und Soudal - Quick-Step hielten sich im Durcheinander vorne, bevor der Franzose seinen entscheidenden Sprint lancierte.
„Chapeau an meine Fahrer, tausendmal noch einmal“, sagte Bramati. „Sie waren alle, alle, unglaublich.“
Magniers Sieg bescherte ihm nicht nur das erste Grand-Tour-Führungstrikot seiner Karriere, sondern auch Soudal - Quick-Step einen der emotional bedeutsamsten Giro-Momente der vergangenen Jahre.
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