Vuelta-Gast-Influencer-Kontroverse – Veranstalter halten Content Creator trotz Gegenwinds im Rennen und nehmen eine zentrale Änderung an seiner Rolle vor

Radsport
Montag, 24 August 2026 um 14:17
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Nach heftiger Kritik an einem stark beanstandeten Clip über den Umgang einer vom Veranstalter engagierten Influencerin mit Tadej Pogacar bleibt die Content Creatorin bis zum Ende der Vuelta a España im Rennen.
Erola Jons, eine Influencerin mit 3,2 Millionen Followern auf Instagram, erhielt Zugang zu den Sperrzonen und von den Organisatoren zudem ein Mikrofon, um Inhalte zu produzieren.
In einem Clip in sozialen Medien stand Jons dicht bei Tadej Pogacar und schien den Ausdruck „Pogachita“ zu verwenden, um die Aufmerksamkeit des UAE Team Emirates - XRG-Fahrers zu erregen.
Nachdem Pogacar auf sie zugegangen war, fragte sie: „Warum hyperventilierst du jedes Mal, wenn du mich siehst?“ Die Frage erwischte den Träger des Roten Trikots auf dem falschen Fuß, er wirkte sichtlich konsterniert. Die Clips lösten scharfe Kritik aus, unter anderem von der spanischen Journalistin Laura Meseguer, wobei die Frage nach angemessenem Medienkontakt mit Fahrern neu entfacht wurde.

Erola Jons bleibt beim Rennen

Laut MARCA bleibt die Content Creatorin bis zum Finale in Granada im Einsatz. Auf die Kritik wird jedoch mit zwei Änderungen an ihren Inhalten reagiert. Erstens erhält sie keinen direkten Zugang mehr zu den Fahrern.
Das spanische Medium berichtet, dass sie weder in den Mixed Zones noch in den Teamzonen oder an Kontrollpunkten präsent sein wird, an denen sie Kontakt zu Fahrern hätte. Zweitens wurde eine Anpassung von Stil und Ton der Inhalte angeordnet – dem Vernehmen nach, um dem Rahmen einer Sportveranstaltung auf Topniveau besser zu entsprechen.
Im Bericht hieß es, die Organisatoren seien der Ansicht, dass die Rolle einer Influencerin, junge Menschen für den Sport zu begeistern, mit klassischem Journalismus und Pressearbeit vereinbar sei, womit sie ihre Entscheidung für Jons verteidigten.
Laura Meseguer äußerte sich auf Instagram mit einem Kommentar, der das Vorgehen von Jons und auch die Entscheidung, sie in dieser Rolle ins Rennen zu holen, scharf kritisierte.

Laura Meseguer geißelt „sexistische Kommentare“

„Viele Frauen kämpfen seit Jahren darum, unseren Raum in einem von Männern dominierten Sport zu erweitern, damit wir mit Respekt behandelt werden und die gleichen Chancen haben wie alle anderen“, schrieb Meseguer.
„Es ist ein schwerer Fehler, jemanden ohne jegliches Fachwissen über den Sport zu engagieren, dessen Inhalte auf dieser Reihe sexistischer Kommentare basieren werden, vor denen wir Frauen seit Jahrzehnten zu entkommen versuchen!!!“
„Das ist respektlos uns gegenüber, gegenüber den hier arbeitenden weiblichen Fachkräften und vor allem gegenüber den Radsportlern. Niemand sollte es hinnehmen müssen, wie ein Objekt behandelt zu werden – weder Frauen noch Männer.“
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