Vuelta a Asturias 2026 | Vorschau, Profile, Favoriten und Prognose: Nairo Quintanas letzter Tanz?

Radsport
Mittwoch, 22 April 2026 um 11:00
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Die Vuelta a Asturias 2026 findet vom 23. bis 26.04. statt – mit spektakulärer Strecke und endlich wieder Live-TV nach mehreren Jahren ohne Übertragung. Movistar Team reist mit Nairo Quintana an, wohl die letzte echte Chance auf einen Karrieresieg.

Vueltina 2026 mit Live-TV, Strecke und Siegchancen

Das Peloton rollt in der Hauptstadt des Fürstentums, Oviedo, los – zur Auftaktetappe am Donnerstag, 23.04., die die Fahrer zu einem noch zu bestätigenden Zielort führt. Im Vorjahr war es Benia de Onís, wo Steff Cras nach einem Sieg über Marc Soler am ersten Tag das Führungstrikot überstreifte.
Keine 24 Stunden später wartet die zweite Etappe am Freitag, 24.04. Erwartet wird ein Start in Benia de Onís und Ziel in Pola de Lena – ein Tag im klassischen Bergland, das seit jeher bestes Terrain für Puncheure und kraftvolle Rouleure ist. Die Klassementfahrer müssen hellwach bleiben, um ihre Chancen zu wahren.
2025 feierte Movistars García Cortina seinen einzigen Saisonsieg auf diesem Terrain vor UAE-Profi Julius Johansen. Der Asturier verschärfte am Alto de Carabanzo das Tempo, nachdem er sich in eine Fünfergruppe abgesetzt hatte. Hinter der Halbzeit der Asturien-Rundfahrt zieht das Rennen für die dritte Etappe am Samstag, 25.04., nach Westen – mit einer giftigen, kurvigen Route zwischen Castropol und Vegadeo.
Im Vorjahr endete sie mit einer Abfahrt und einem flachen Finale in der Eo-Navia-Region, wo Alessandro Covi – damals bei UAE – Jordi López und Cortina schlug. Mit dem Startort noch offen steigt das Finale am Sonntag, 26.04., mit der vierten und letzten Etappe, die Navia mit dem klassischen, ikonischen Ziel in Oviedo verbindet. Das traditionelle Epizentrum des Rennschlusses kürt den Gesamtsieger dieser neuen Ausgabe.
Marc Soler verteidigte im Führungstrikot den Schlusstag mit einem Angriff 7 Kilometer vor dem Ziel. Er setzte sich an den Rampen des „El Cristo“ ab und rettete den Solo-Vorsprung bis zur Calle Uría in Oviedo, womit er vier bemerkenswerte Tage mit dem Emirati-Team krönte.
Die Organisatoren arbeiten an einer ausgewogenen Strecke, die die Ausdauer der Fahrer über die charakteristischsten Landschaften des Fürstentums prüft und einen Kurs bietet, der dem Spitzenniveau des internationalen Radsports gerecht wird.
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Movistar begrüßt Pelayo Sánchez zurück

Pelayo Sánchez kehrt mit dem Movistar Team auf heimische Straßen ins Renngeschehen zurück. Der Saisonstart ließ beim von Telefónica unterstützten Team die Alarmglocken schrillen.
In dieser sportlich heiklen Phase setzt die Mannschaft große Hoffnungen auf das bevorstehende Comeback des Asturiers. Der talentierte Puncheur aus Teverga plant sein Wiedererscheinen bei der „Vueltina“, einem emotional aufgeladenen Termin, bei dem er die Teamdynamik drehen und die Resultate liefern soll, die für den Sprung in der Rangliste nötig sind.
Die Rückkehr des Youngsters ist ein großer Befreiungsschlag, denn sie zeigt, dass er hartnäckige Knieprobleme und eine schwere Borreliose überwunden hat, die seine vorige Saison komplett untergruben. Die Erwartungen an seine Erholung sind hoch – so sehr, dass Analysten meinen, seine Rückkehr sei „so positiv, wenn nicht positiver, als die Neuzugänge“ des letzten Transferfensters.
Zur Erinnerung: Der Asturier ist der letzte Movistar-Fahrer, der bei einer Grand Tour die Arme in die Höhe riss – dank seines brillanten Etappensiegs beim Giro d’Italia 2024. Sein scharfer Instinkt fürs Gewinnen macht ihn zu einer zentralen Säule im harten Kampf ums sportliche Überleben.

Live-TV kehrt in dieser Saison zurück

RTPA hat es bestätigt: Die Vuelta a Asturias 2026 wird im Fernsehen übertragen. Die Regierung des Fürstentums Asturien investiert über 270.000 €, um die Infrastruktur des Rennens zu stärken und seinen Platz im Profikalender zu sichern.
Die Regionalverwaltung „holt alles, was an den vier Renntagen passiert, in die Wohnzimmer der Menschen“. Damit bekennt sie sich doppelt zu einem Event, das als Schaufenster für die Vermarktung der Region und die Belebung der lokalen Wirtschaft dient.
Grundpfeiler der Vereinbarung ist die Zusicherung, dass das Rennen an allen vier Tagen eine Live-TV-Produktion über TPA erhält, sodass die Fans die Action verfolgen können – anders als in den vergangenen Jahren.
Finanziell setzt sich das Paket aus 210.000 € des asturischen Exekutivs sowie 62.500 € des bereits zugesagten Tourismusressorts zusammen. Dank dieser Mittel können die Organisatoren die mediale Wirkung maximieren und das Prestige eines Events festigen, das in Reichweite und internationaler Relevanz wachsen will.

Etappe 1: Oviedo - Benia de Onís (155,5 km)

Vuelta a Asturias 2026 Profil
Profil Etappe 1 © Vuelta Asturias

Etappe 2: Llanes - Pola de Lena (140,8 km)

Vuelta a Asturias 2026 Profil
Profil Etappe 2 © Vuelta Asturias

Etappe 3: Figueras - Vegadeo (157,2 km)

Vuelta a Asturias 2026 Profil
Profil Etappe 3 © Vuelta Asturias

Etappe 4: Lugones - Oviedo (152,2 km)

Vuelta a Asturias 2026 Profil
Profil Etappe 4 © Vuelta Asturias

Strecke 2026

Etappe, Wochentag und DatumStart und Ziel
Etappe 1: Donnerstag, 23.04 Oviedo - Benia de Onís
Etappe 2: Freitag, 24.04 Llanes - Pola de Lena
Etappe 3: Samstag, 25.04 Figueras - Vegadeo
Etappe 4: Sonntag, 26.04 Lugones - Oviedo

Von der Legende Bahamontes zu Del Toro und Soler

Die Geschichte der Vuelta a Asturias spiegelt die Entwicklung des Profiradsports wider, erzählt über fast ein Jahrhundert Klettern auf den zerklüfteten Straßen des Fürstentums seit ihrem Debüt 1925. Das Rennen diente Legenden wie Federico Martín Bahamontes als Prüfstein.
Der „Adler von Toledo“ ließ seinen Namen in den 1950er-Jahren zweimal in die Trophäe gravieren, ebenso wie Miguel Induráin, der 1996 siegte – kurz vor dem Ende seiner Profikarriere.
Trotz historischer Unterbrechungen durch wirtschaftliche oder gesellschaftliche Schwierigkeiten, die zu Absagen führten, behielt „la Vueltina“ ihren Ruf als eines der härtesten Rennen im nationalen Kalender und lockte internationale Größen wie Laurent Jalabert, Alex Zülle und Tony Rominger an, die auf den asturischen Rampen um Meriten auf höchstem sportlichem Niveau kämpften.
In jüngerer Zeit ist die Rundfahrt im Norden deutlich internationaler geworden – dank des Aufstiegs lateinamerikanischer Talente und der stabilen Dominanz der WorldTour-Teams. Nach zwei Siegen in Serie durch Richard Carapaz für Movistar und der Beständigkeit von Nairo Quintana bei Arkea herrschte in den letzten beiden Ausgaben vollständige Kontrolle durch UAE, zunächst mit dem Mexikaner Isaac Del Toro und zuletzt mit Marc Soler.
Der Katalane, aktueller Titelträger, ordnete seinen Erfolg nach dem Vorjahressieg ein: „Einen Sieg in einem so traditionsreichen und harten Rennen mitzunehmen, ist ungemein befriedigend und motiviert mich, auf den größten Bühnen weiterzukämpfen.“ Mit Blick auf 2026 wartet die Startliste auf einen neuen Fahrer, der das Leiden in den Bergen des asturischen Radsportparadieses ertragen kann.

Favoriten Vuelta a Asturias 2026

Die Vuelta a Asturias bietet ein ausgewogenes Feld mit mehreren herausragenden Namen, angeführt von Nairo Quintana, der zentralen Referenz des Movistar Team. Der Kolumbianer bringt Erfahrung und Streckenkenntnis mit und zählt damit zu den Topfavoriten. An seiner Seite ist Diego Pescador eine solide interne Option, während José Manuel Díaz und Daniel Cavia die Ambitionen von Burgos Burpellet BH anführen und in einem Rennen, das Konstanz am Berg häufig belohnt, auf Sichtbarkeit zielen.
Zu den gefährlichsten Rivalen gehört Filippo Baroncini, der für UAE Team Emirates - XRG antritt, begleitet von Abdulla Jasim Al-Ali in einer Aufstellung, die Jugend und Talent vereint. Beobachten sollte man auch Iúri Leitão und Jan Castellon bei Caja Rural - Seguros RGA, zwei Fahrer, die Ausreißergruppen prägen oder Nebenwertungen angreifen können. Sergio Geovani Chumil ist ein weiterer Name mit kämpferischem Profil, der auf fordernden Etappen für eine Überraschung sorgen kann.
Abseits der Topfavoriten stehen Fahrer wie Hugo de la Calle und Abdulla Jasim Al-Ali im Fokus, dazu eine breite Vertretung von Teams wie Euskaltel - Euskadi, Equipo Kern Pharma und Nu Colombia, die das Rennen mit weiten Vorstößen anheizen könnten. Die Vielfalt der Fahrertypen am Start spricht für eine offene Ausgabe, in der Teamtaktik und Chancen auf Schlüsseltappen ausschlaggebend für die Entscheidung im Gesamtklassement sein dürften.

Gesamtprognose Vuelta a Asturias 2026

⭐⭐⭐ Filippo Baroncini
⭐⭐ Diego Pescador, Nairo Quintana, Jan Castellón, José Manuel Díaz
⭐ Sergio Chumil, Diego Torres, Daniel Cavia, Javier Cubillas, Julius Johansen, Adrià Pericas
Tipp: Filippo Baroncini
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