Etappe 2 der
Vuelta a Andalucia war erneut ein harter Tag mit Anstiegen unterschiedlichster Kategorie über den gesamten Verlauf. Ideales Terrain für einen Klassementsangriff – und genau das passierte.
Iván Romeo holte den Sieg für Movistar und ist neuer Gesamtführender.
Vuelta a Andalucia: Romeo dominiert Bergetappe und holt Gelb
Die Etappe begann auf weitgehend flachem Profil, wo sich eine Ausreißergruppe formierte unter anderem mit Ion Izagirre – gefährliche Vorstöße, die wieder eingefangen wurden. Schließlich setzten sich Ibai Azanza, Josh Burnett und José Antonio Prieto ab, doch am 25 Kilometer langen Puerto de la Cabra, rund 100 Kilometer vor dem Ziel, explodierte das Rennen.
Das Chaos begann, als Iván Romeo und
Andreas Leknessund attackierten und zu Burnett an die Spitze aufschlossen. Kurz darauf griffen im Hauptfeld die Klassementsfavoriten an, mit Tom Pidcock und Tim Wellens in Bewegung. Doch auf diesem Terrain mit moderaten Steigungsprozenten war das Folgen nicht allzu schwer – entsprechend entwickelte sich ein sehr taktisches Rennen.
Romeo und Leknessund überquerten den Anstieg vorn, dahinter fehlte es an geordneter Verfolgung. Das Rennen beruhigte sich im Peloton, der Vorsprung wuchs auf drei Minuten an – ein Abstand, der zu groß war, um ihn noch zu schließen. UAE, Pinarello, Visma, Cofidis und Groupama beteiligten sich phasenweise an der Nachführarbeit, doch der Rückstand schrumpfte nur minimal.
Burnett musste an der Spitze abreißen lassen, sodass zwei Fahrer verblieben, während die Gruppe dahinter in den welligen Passagen allmählich dezimiert wurde. Auf den letzten 5 Kilometern lag der Vorsprung noch immer bei über einer Minute, alle schienen auf das leicht ansteigende Finale nach Otura zu warten. Vorn entschied die stärkere Tagesform: Spaniens Meister Iván Romeo distanzierte Leknessund, feierte einen bedeutenden Etappensieg und übernahm zugleich die Führung im Gesamtklassement. Der Norweger wurde Zweiter, 7 Sekunden zurück.
Dahinter sorgten einige späte Angriffe im Peloton dafür, dass der Rückstand auf unter eine Minute schrumpfte, doch dank der Zeitbonifikationen nimmt Romeo über eine Minute Guthaben mit. Alex Aranburu sprintete dahinter auf Rang drei.