Visma - Lease a Bike nimmt den Kapitän von XDS Astana ins Visier, um das Klassiker-Aufgebot zu verstärken

Radsport
Montag, 24 August 2026 um 10:00
Davide Ballerini
Davide Ballerini ist im Peloton kein unbeschriebenes Blatt – Sieger des Omloop Het Nieuwsblad 2021 –, doch mit einem Giro-d’Italia-Etappensieg musste er seine Qualitäten manchen Fans wohl erneut in Erinnerung rufen. Dem Echo nach zu urteilen, hat das funktioniert.
Laut Journalist Ciro Scognamiglio buhlen gleich drei Teams um die Verpflichtung von Davide Ballerini. Demnach liegt Pinarello Q36.5 Pro Cycling in der Poleposition, doch auch Team Jayco AlUla und sogar Team Visma - Lease a Bike zeigen ernsthaftes Interesse.
Ballerini wurde 2017 bei Androni Giocattoli Profi und wechselte nach einem Jahr bei Astana 2019 zu Quick-Step, wo er die bislang besten Jahre seiner Karriere erlebte. 2024 kehrte Ballerini zu Astana zurück und half dem Team, sich vom Ende der WorldTour bis auf den aktuellen sechsten Rang vorzuarbeiten.
Vor nicht allzu langer Zeit hätten die Top-WorldTour-Teams kaum Zeit darauf verwendet, ihren Kader mit Verpflichtungen von XDS Astana zu verstärken. Doch seit Ende 2024 schreibt das kasachische Team ein neues Kapitel, und selbst Premium-Marken wie Visma - Lease a Bike und Netcompany INEOS hoffen, sich einige der wertvollen Astana-Assets zu sichern.

Giro-Durchbruch

2026 tat sich Ballerini in den Kopfsteinpflaster-Klassikern schwer, doch er blieb unbeirrt. Der 31-jährige Italiener fand mit einem Etappensieg bei der Tour of Turkiye rechtzeitig vor dem Giro d’Italia in die Spur zurück.
Davide Ballerini gewinnt die 6. Etappe des Giro d’Italia 2026
Davide Ballerini wins stage 6 at the 2026 Giro d'Italia
Astana nominierte Matteo Malucelli als Sprintkapitän, während Ballerini die Rolle des Anfahrers übernahm.
Auf dem heiklen Finale der 6. Etappe nach Neapel kam es jedoch direkt hinter Ballerini im letzten U-Turn zu einem Massensturz, der ihn und Stuyven auf die Flucht schickte. Im Eins-gegen-eins auf nassem Pflaster behauptete sich Ballerini und feierte seinen ersten Etappensieg bei der Heim-Grand-Tour. Und das auf ziemlich kuriose Art.
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