Das Opening Weekend bot
Arnaud De Lie die erste Chance, gezielt für die Kopfsteinpflaster-Monumente im Frühjahr zu arbeiten. Das Fazit fiel gemischt aus: Der Lotto-Intermarché-Profi tat sich phasenweise schwer, zeigte nach seiner Winterverletzung aber auch Fortschritte.
„Arnaud hat gesagt: Wir ziehen das durch. Er meinte, er fühle sich super. Aber vielleicht hat er sich verausgabt“, erklärte Teammanager Visbeek im Gespräch mit De Standaard. „Wir haben einen kämpferischen Arnaud gesehen. Er ist im Omloop sehr tief gegangen, es ist gut möglich, dass er jetzt die Quittung dafür bekommt. Davor fuhr er die Volta ao Algarve, aber das war eine relativ einfache Rundfahrt, ohne wirklich an zwei Tagen hintereinander hart zu Rennen. Diese Härte hat er noch nicht.“
De Lie mischte im Omloop Het Nieuwsblad mit, stürzte am Ende jedoch wie viele andere. Kurz vor der Muur van Geraardsbergen war er zusammen mit Matthew Brennan im reduzierten Feld in einen Sturz verwickelt und rollte als 62. über die Linie. Bei Kuurne–Brussel–Kuurne tat er sich im harten Rennabschnitt schwer und hatte nicht die Beine zum Folgen.
Verletzungen müssen berücksichtigt werden
Dennoch ist klar: Das ist nicht De Lies Normalform. Der Belgier hatte sich zu Jahresbeginn am Knöchel verletzt. Sein Programm sollte ursprünglich mit spanischen Eintagesauftakten Ende Januar starten, tatsächlich stieg er jedoch erst am 15.02. bei der Clásica de Almería ein. Dort und bei der Volta ao Algarve fuhr er zwei solide Sprintresultate ein, benötigt für die schwereren Rennen, in denen er sonst glänzt, aber noch Rennhärte.
„Wenn man das einbezieht, ist Arnaud jetzt weiter, als wir vor fünf Wochen zu hoffen wagten. Hätte uns damals jemand gesagt, dass Arnaud so einen Omloop fahren würde, hätten wir das als sehr optimistisch eingestuft“, ergänzte der Manager von Lotto-Intermarché.
Mit Tirreno–Adriatico in der kommenden Woche wartet nun ein anspruchsvolles Programm, in dem der Belgier seine Form vor den großen Frühlingszielen weiter schärfen will. „Ich bin sicher, er macht Etappe für Etappe Fortschritte. Daran habe ich keinen Zweifel. So eine Rundfahrt liegt Arnaud. Das haben wir schon gesehen, etwa bei der Tour de Suisse auf dem Weg zur Tour.“