„Es ist noch etwas zu früh zu sagen, dass ich später Mathieu und Tadej folgen kann“ – Dylan van Baarle dennoch zuversichtlich nach dem Eröffnungswochenende

Radsport
Montag, 02 März 2026 um 14:30
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Dylan van Baarle startet sein Kapitel bei Soudal - Quick-Step, und die Frühzeichen sind positiv. Nach einem starken Auftritt am Schlusstag der Volta ao Algarve ging der Niederländer ins Opening Weekend, zeigte gute Beine und suchte in Kuurne - Bruxelles - Kuurne aktiv den Sieg. Nun will er seine Form weiter schärfen – mit Blick auf die Monumente Anfang April.
Dafür absolviert er nun gemeinsam mit seiner Partnerin Pauline Ferrand-Prévot ein dreiwöchiges Höhentrainingslager, um rechtzeitig zum großen Klassikerblock zurückzukehren. Nach seinem eigenen Plan wäre das bei Team Visma | Lease a Bike womöglich nicht möglich gewesen. Die zusätzliche Freiheit in diesem Frühjahr beflügelt seine Motivation.
„Es gibt mir Freiheit im Kopf, weil ich das tun kann, was mir liegt. Das hilft mir auch in den Rennen“, sagte van Baarle gegenüber IDLProCycling. „Ich bin deutlich ruhiger, auch dank der Freiheiten abseits des Radsports. Das Positive daran ist, dass ich mich auch fernab vom Wettkampf entspannt fühle. Ich weiß, dass ich mein Ding machen kann.“
Auch wenn das Ergebnisblatt wenig hergibt, zeigte van Baarle auf der Straße in Kuurne eine seiner stärksten Vorstellungen seit Längerem; und seine Form sollte weiter steigen, sofern er Pannen meidet. Als früherer Paris-Roubaix-Sieger und Podestfahrer der Flandern-Rundfahrt will er keinesfalls unter dem Radar bleiben. „Vielleicht ist es noch etwas früh zu sagen, dass ich Mathieu und Tadej später folgen kann“, meinte er, „aber ich kann wieder tief in die Finals gehen. Das ist das Ziel dieses Jahr — dieses Niveau wieder zu erreichen.“

Kopfsteinpflaster-Monumente als Ziel

Omloop Het Nieuwsblad war allerdings ein raues Erwachen: In Belgien lagen die Temperaturen bei 5 Grad, dazu fiel immer wieder Regen. Der Routinier zahlte für eine unglückliche Kleiderwahl. „Ich habe ein bisschen mit dem Wetter gespielt. Regenjacke an, Regenjacke aus… und am Ende bin ich nie mehr richtig warm geworden. Es war ein frustrierender Tag.“ Zusammen mit den vielen Stürzen im Rennen war er so nie wirklich in Schlagdistanz.
In Kuurne dagegen attackierte er mehrfach, sowohl an den Anstiegen als auch auf dem Weg Richtung Ziel, führte zeitweise sogar das Feld an, obwohl das Team im Massensprint keine großen Ambitionen hatte. Im März meidet er nun die großen Etappenrennen, wo Sturz- und Krankheitsrisiken höher sind, und setzt auf seinen eigenen Fahrplan.
„Das ist definitiv ein Teil der Entscheidung. In diesen Rennen musst du dich jeden Tag auch mental neu aufladen, obwohl danach noch große Ziele anstehen. Das fiel mir in den vergangenen Jahren schwerer, und ich hoffe, dass es so besser funktioniert“, schloss er.
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