Video: Jonas Vingegaard hat laut Javier Rampe bei der Tour de France 2026 gegen Tadej Pogacar nichts auszurichten

Radsport
Mittwoch, 24 Juni 2026 um 19:15
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Mit der Tour de France vor der Tür entbrennt erneut das Duell zwischen Jonas Vingegaard und Tadej Pogacar. Und mit diesem Zweikampf kehrt die ewige Frage zurück: Wer triumphiert nach drei Wochen Rennen? Der eine kommt mit vielen Renntagen aus Rundfahrten, der andere hat den Fokus auf Eintagesklassiker gelegt, ohne einwöchige Rundfahrten zu vernachlässigen.
Die Debatte, ob der Däne von Visma - Lease a Bike den Slowenen von UAE Team Emirates XRG bei der Tour de France schlagen kann, bleibt unter Fans und Analysten offen. Für Javier Rampe neigt sich die Waage jedoch klar auf die Seite des Slowenen.
In dem Podcast CiclismoAlDía legte Rampe mehrere Argumente dar, die seiner Ansicht nach erklären, warum Pogacar als Topfavorit startet und warum es für den Dänen äußerst schwierig werde, ihn zu entthronen.
Ein zentrales Element war für Rampe der mentale Faktor. Für den Journalisten dominiert Pogacar nicht nur mit den Beinen, sondern auch durch die psychologische Wirkung auf seine Rivalen, insbesondere auf Visma-Lease a Bike.

Psychologische Überlegenheit

„Ich glaube, Tadej Pogacar schlägt Visma und Jonas Vingegaard schon wie der Cid“, sagte er in Anspielung auf die spanische Mittelalterlegende. Für Rampe wirkt beim niederländischen Team noch immer der Schock jener historischen Pogacar-Zeitfahrgala an der La Planche des Belles Filles 2020 nach, als er Primoz Roglic auf der vorletzten Etappe den Tour-Sieg entriss.
Seither, so seine These, hat sich die Furcht vor dem Slowenen in der Visma-Struktur festgesetzt. „Sie haben Panik, Angst vor der Figur Tadej Pogacar“, betonte er, überzeugt, dass der Slowene psychologisch so viel Einfluss ausübt, dass er die taktischen Entscheidungen seiner Gegner prägt.

Pogacar in Form ist für Vingegaard unschlagbar

Rampe wurde auch sportlich deutlich: Er sieht den Fahrer von UAE Team Emirates-XRG, sobald er sein Formhoch erreicht, in den Grand Tours derzeit ohne ebenbürtigen Gegner.
„Ich glaube auch, dass Tadej Pogacar der beste Rundfahrer im jetzigen Peloton ist, sofern er in Form anreist“, erklärte er.
Zur Untermauerung erinnerte er daran, dass Pogacars zwei Niederlagen bei der Tour de France gegen Vingegaard von außergewöhnlichen Umständen geprägt waren. 2023 schränkte ein Kahnbeinbruch bei Lüttich–Bastogne–Lüttich seine Vorbereitung massiv ein. Ein Jahr später bremste ihn eine Erkrankung während des Rennens.
Diese Situationen, so Rampe, verhinderten einen direkten Vergleich mit Pogacars aktuellem Niveau. „In den Jahren, in denen Tadej Pogacar nicht in Form ankam, hat Jonas Vingegaard ihn geschlagen“, sagte er.
Pogacar, Vingegaard, Rivalen bei der Tour de France
Pogacar und Vingegaard, Favoriten auf die Tour de France

Vingegaard gewinnt, wenn Pogacar im Nachteil ist

Der Journalist ist zudem der Meinung, dass die Siege des Dänen nicht allein auf individueller Überlegenheit beruhten, sondern auch auf sehr günstigen taktischen Konstellationen für das niederländische Team.
Besonders hob er die Strategie hervor, als Visma gleichzeitig mit Primoz Roglic und Vingegaard zwei Kapitäne hatte. „Sie haben mit Tadej Pogacar ein Zwei-gegen-eins gespielt“, sagte er und erinnerte an die wechselnden Attacken beider Fahrer, die den Slowenen zermürbten.
Erwähnt wurde auch die berühmte Szene des „Sorry, I'm gone“, das Pogacar in einer Krise während der Tour 2023 sagte. Für Rampe hing dieser Einbruch direkt mit gesundheitlichen Problemen und nicht mit einer strukturellen Unterlegenheit gegenüber Vingegaard zusammen.
Ein weiteres Argument für Pogacars Überlegenheit ist laut Rampe die außergewöhnliche Form, die er in dieser Saison gezeigt hat. Der Analyst betonte, dass der Slowene mit beeindruckenden Zahlen zur Tour kommt: 13 Siege – inklusive Gesamtwertungen – in nur 16 Renntagen.

Das Tour-Gebirge spielt dem Slowenen in die Karten

Eine Bilanz, die belege, dass er einen seiner besten Karrierezeitpunkte durchläuft. „Ich glaube, der Formgipfel, den Tadej Pogacar gezeigt hat, liegt außerhalb der Norm“, sagte er. Er ging sogar so weit zu behaupten, der UAE-Kapitän sei bereits „zu 90 %“ seines Topniveaus, mit weiterem Spielraum bis zum Start der Grande Boucle.
Rampe ist außerdem überzeugt, dass das Profil der kommenden Tour Pogacar stärker entgegenkommt als Vingegaard. Ikonische Anstiege wie Alpe d’Huez oder Le Markstein passen perfekt zum aggressiven, explosiven Stil des Weltmeisters.
Zudem ist er sicher, dass der Slowene früh und aus der Distanz offensiv fahren wird, um den dänischen Rivalen zu zermürben. „Ich glaube, Pogacar wird Vingegaard Angriffe aus der Ferne anbieten“, erklärte er. Das Ziel sei, die deutlich höhere Rennbelastung des Dänen in dieser Saison auszunutzen und ihn zu permanenten Antworten zu zwingen.
Darin liegt ein Schlüssel der Tour: Gelingt es Vingegaard nicht, diese weiten Beschleunigungen zu kontern, sinken seine Siegchancen rapide. Auch wenn die Tour de France stets Raum für Überraschungen lässt, hat Javier keine Zweifel, wer in Paris Gelb tragen sollte. „Ich glaube, ein Pogacar in Topform wird die Tour de France dominieren“, resümierte er.
Der Slowene hält sein außergewöhnliches Niveau bislang, scheint sein Limit noch nicht erreicht zu haben, und solange keine körperlichen Rückschläge auftreten, ist seine Überlegenheit gegenüber Jonas Vingegaard Stand heute schlicht zu groß.
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