„Endlich fühle ich mich wieder wie der Mensch, der ich vorher war“ – Vingegaard glaubt an Tour-de-France-Sieg vor dem Duell mit Pogacar

Radsport
Mittwoch, 24 Juni 2026 um 12:30
Jonas Vingegaard
Glaube ist das Wort für Jonas Vingegaard vor der Tour de France. Der Däne reist am 04.07. entschlossen zur Grand Boucle, das Gelbe Trikot, das er schon zweimal gewann, zurückzuerobern – im direkten Duell mit Tadej Pogacar.
Der Slowene hat die letzten beiden Tour-de-France-Titel abgeräumt und präsentiert sich auch 2026 in überragender Form. Mit drei Monument-Siegen sowie Erfolgen bei der Tour de Romandie und der Ronde von der Schweiz unter anderem ist Pogacar im Juli ohne Zweifel der Mann, den es zu schlagen gilt.
Für Visma | Lease a Bike jedoch verlief Vingegaards Aufbau nahezu perfekt. Nach der Tour 2025 gewann Vingegaard die Vuelta a España, anschließend Paris–Nizza und die Katalonien-Rundfahrt im Frühjahr. Vor allem jedoch der Giro d’Italia dürfte das Selbstvertrauen in ihre Chancen gefestigt haben.
Vingegaard dominierte den Giro im vergangenen Monat mit fünf Etappensiegen, kontrollierte das Gesamtklassement und nahm souverän das Rosa Trikot mit nach Hause. Der Däne schilderte, wie ihm die Corsa Rosa Rückhalt für die Tour gab.

Vingegaard wächst im Glauben

„Es war definitiv ein gutes Rennen für uns und hat uns Selbstvertrauen gegeben, aber auch den Glauben daran, dass wir die Tour ebenfalls gewinnen können“, sagte Vingegaard in einer Team-Mitteilung.
Er ergänzte: „Ich habe großes Vertrauen in mich selbst, und das überträgt sich auf die anderen Jungs. Sie glauben wirklich an unseren Plan und daran, dass es möglich ist, die Tour de France wieder zu gewinnen.“
Beim Dänen dreht sich alles um Glauben, nachdem er in den vergangenen Jahren mehrere Rückschläge erlebt hat. Dazu zählen sein Sturz bei der Baskenland-Rundfahrt 2024, der seine Tour-Hoffnungen jener Saison beinahe beendete, gefolgt von einem Sturz bei Paris–Nizza, der die Vorbereitung im Folgejahr störte.

Vingegaard fühlt sich wie früher

„Seitdem ist es ein großes Ziel für mich. Natürlich gab es, wie gesagt, viele Rückschläge, aber ich habe das Gefühl, dass das nun hinter mir liegt. Ich bin wieder mehr zu mir selbst zurückgewachsen. Es hat etwas gedauert, aber jetzt fühle ich mich endlich wieder wie der Mensch, der ich vor all diesen Rückschlägen war.“
Er fuhr fort: „Und ich habe das Gefühl, dass ich sogar noch weiter bin und eine noch stärkere Version von mir selbst als damals.“
Auch wenn Vingegaard sich stärker fühlt als zu seinen Tour-Triumphen 2022 und 2023, trifft er auf einen Pogacar, der mit jeder Saison scheinbar noch zulegt. Der Slowene hat in diesem Jahr bereits elf Rennen gewonnen, darunter die Gesamtwertungen in Romandie und in der Schweiz.
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