Die Saison 2026 steht vor der Tür, und in Spanien finalisieren viele Teams ihre Vorbereitung auf das neue Jahr. Zahlreiche Mannschaften haben bereits ihre neuen Trikots vorgestellt, und heute hat INEOS Grenadiers ein frisches Design enthüllt, mit dem sich das Team klar aus dem Feld abheben will.
Die Ausstattung war in den vergangenen Tagen bereits durchgesickert – in Zeiten allgegenwärtiger Kameras ist es im Radsport kaum noch möglich, solche Details lange geheim zu halten. Für Videodrehs oder Materialtests sind in der Costa Blanca täglich unzählige Profis unterwegs, die von Hobbyfahrern auf der Straße gesehen werden.
Das bedeutet auch: Fällt etwas Ungewöhnliches auf, wird es bemerkt – und fast jede oder jeder hat ein Handy dabei, die Bilder landen früher oder später in den sozialen Medien. Der erste Leak kam allerdings nicht von der Straße, sondern aus einem Ausschnitt des Promo-Videos, das das Team selbst teilte.
Das britische Team tritt in Orange und Weiß auf, markant getrennt auf halber Höhe. Seit TotalEnergies im vergangenen Sommer zur Tour de France als Sponsor einstieg, prangte unterhalb der Brust ein kleiner weißer Kreis mit dem neuen französischen Partner. Nun ist die komplette untere Hälfte des Outfits – inklusive Hose – vollständig weiß, während der obere Teil im vertrauten Rot-/Orangeton des Teams bleibt.
Aktuell umfasst der Kader 29 Fahrer, nach der jüngsten Verpflichtung von Sam Welsford. Eine Stelle ist noch offen. Im Peloton hält sich das Gerücht, dass die Verpflichtung von Oscar Onley in ein bis zwei Tagen bestätigt wird. Das würde den Grand-Tour-Kader spürbar aufrüsten – und dem Team zugleich einen jungen britischen Fahrer geben, hinter dem es auf breiter Front stehen kann.
Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Editor-in-chief
In meiner Nachbarschaft wuchs man mit der Tour de France auf. Sie war überall – es waren die letzten großen Jahre von Eddy Merckx. Wir waren Kinder, trugen Trikots und spielten die gesamte Rundfahrt nach. Zwei Brücken wurden zu unseren „Bergen“, und wir rasten über Straßen, als Autos noch nicht den Ton angaben. Mit 13 Jahren war mein Herz endgültig dem Radsport verfallen. In einem Urlaub in Frankreich durfte ich nach langem Drängen eine echte Bergetappe fahren – mit meinem Fahrrad von zu Hause, drei Gängen, Licht, dicken Reifen und Schutzblechen.
Ich brach früh auf, fuhr den Col de Joux Plane und anschließend Morzine-Avoriaz. Proviant: eine Tüte Kirschen, kein Wasser, keine Erfahrung. Von Les Gets aus wurde es trotzdem der glücklichste Tag meines Lebens. Als ich die Häuser auf halber Höhe des Joux Plane erreichte, wusste ich, dass ich nicht aufhören würde zu treten. Oben angekommen trank ich an einem Baumstamm – und spürte eine Freude, die ich bis heute mit dem Radsport verbinde. Im Tal stand die Entscheidung an: zurück oder weiter nach Avoriaz. Ich fuhr weiter, ohne anzuhalten, und schaffte auch den zweiten Anstieg. Mit meinem knallroten, eigentlich lächerlichen Rad überholte ich Fahrer auf echten Rennrädern. Wieder dieses Glück.
Dieses unverfälschte Gefühl begleitet mich bis heute – und es ist der Ursprung meiner Arbeit. Ich bin Chefredakteur von Radsportaktuell.de und verantworte die redaktionelle Ausrichtung der Plattform: Themenpriorisierung, Qualitätsstandards, Faktenprüfung und die konsequente Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, verifizierte Informationen vorliegen. Neben der Leitung der Redaktion schreibe und editiere ich selbst und lege besonderen Wert auf klare Einordnung, präzise Sprache und nachvollziehbare Analysen.
Radsport ist für mich mehr als Leidenschaft. Er ist ein komplexer Leistungssport, der Kontext, Genauigkeit und Verantwortung verlangt – genau diesen Anspruch vertrete ich in unserer täglichen Berichterstattung.