Uno-X Mobility gehört seit diesem Jahr zur WorldTour. Damit ist die Mannschaft praktisch bei allen WorldTour-Rennen startverpflichtet – inklusive der Vuelta a España, wo das norwegische Team erstmals am Start steht. Mit einem breit aufgestellten Aufgebot sind Podiumsauftritte über drei Wochen durchaus möglich.
„Wir kennen
spanische Rennen gut und sind dort über die Jahre viel gefahren, aber eine Grand Tour dort zu bestreiten, wird sehr besonders“, sagte Sportdirektor Leonard Snoeks in einer
Pressemitteilung. „Alle drei Grand Tours in unserer ersten Saison mit dieser Chance zu fahren, ist aufregend.“
Verzichten muss das Team auf Torstein Træen, zuletzt im Gelben Trikot bei der Tour de France und zuvor auch Vuelta-Kapitän, der krankheitsbedingt ausfällt. Dennoch reist die skandinavische Mannschaft zur letzten Grand Tour der Saison mit einem starken Kader.
„Persönlich will ich, dass wir fast jeden Tag sichtbar sind. Wir brauchen einen guten Plan, und ich will die kollektive Arbeit sehen – auch den Kampf, den man im TV vor Sendebeginn nicht sieht. Wenn uns das gelingt, sollten wir in den richtigen Ausreißergruppen dabei sein. Wir haben im Giro und bei der Tour eine Etappe gewonnen, und es gibt keinen Grund, warum uns das hier nicht auch gelingen sollte. Ich sehe auch keinen Grund, warum wir nicht zwei gewinnen können.“
Tobias Johannessen führt das Team an. Nach einem missglückten Anlauf bei der Tour de France ist ein Vorstoß in die Gesamtwertung möglich, aber ohne Druck. Etappensiege haben Priorität.
„Mit einem Fahrer wie Tobias wissen wir, wozu er fähig ist. Also werden wir in der ersten Woche keine mögliche GC-Chance vergeuden, indem wir uns hier oder dort komplett leerfahren. Die Gesamtwertung ist ein bisschen im Hinterkopf, aber wir gehen auf Etappen.“
Tobias Johannessen ist der stärkste Kletterer des Teams
Johannessen führt an, doch sieben weitere können aus Ausreißergruppen gewinnen
Das Aufgebot passt zur welligen Vuelta-Topografie: Andreas Leknessund und Andreas Kron sind Spezialisten für Tage mit vielen kurzen Anstiegen. Kron und
Magnus Cort Nielsen haben bereits Vuelta-Etappen gewonnen, Cort peilt erneut die hügeligen Finales an, in denen es zum Sprint kommen kann.
„Magnus beendet seine Karriere und freut sich darauf, die Vuelta a España ein letztes Mal zu fahren“, sagt Snoeks. „Er hat eine fantastische Laufbahn hinter sich. Ich hoffe, er fährt offensiv und zeigt die Klasse, die wir kennen. Es wird etwas ganz Besonderes sein, Teil einer seiner letzten Grand Tours zu sein.“
Giro-Etappensieger Fredrik Dversnes jagt an diesen Tagen ebenfalls Chancen. Klassiker-Spezialist Rasmus Tiller ist in schwerem Terrain eine Unbekannte, könnte auf flacheren Abschnitten aber glänzen und Cort Nielsen unterstützen – zugleich liebäugelt er selbst mit Sprintankünften.
„Rasmus hat selbst gesagt, dass er auf zwei, drei flacheren Etappen gerne selbst sprinten möchte. Das ist ein schönes Signal von ihm. Wir kommen dort näher heran, wenn die Finals nicht den allerschnellsten Sprintern liegen.“
Komplettiert wird das Aufgebot von Martin Tjotta und Simon Dalby, beide Puncheure mit klarer Ausreißeragenda.
Uno-X Mobility für die Vuelta a España 2026:
| Fahrer |
| Tobias Johannessen |
| Andreas Kron |
| Fredrik Dversnes |
| Rasmus Tillet |
| Magnus Cort Nielsen |
| Simon Dalby |
| Martin Tjotta |
| Andreas Leknessund |