Tadej Pogačar verrät beeindruckende Leistungsdaten – Schwellenleistung auf bis zu 450 Watt geschätzt!

Radsport
Freitag, 13 Februar 2026 um 6:00
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Der Mittwoch war ein ereignisreicher Tag für Straßenweltmeister Tadej Pogačar. Auf einer dreistündigen Trainingsfahrt an der Küste bei Valencia hatte der Slowene eine unangenehme Begegnung mit einem Fan, die er später in einem Strava-Post mit der Öffentlichkeit teilte.

Pogačars Strava-Daten und Schwellenleistung

Für die meisten zog diese Schlagzeile alle Aufmerksamkeit auf sich. Wer genauer hinsah, entdeckte jedoch eine harte Einheit mit 41 km/h Schnitt über 130 Kilometer. Genau die Art von Belastung, die Pogačar bei einer seiner ikonischen Soli abrufen muss. Doch das war noch nicht alles.
UAE Team Emirates – XRG hält Pogačars Leistungsdaten üblicherweise unter Verschluss. Eine der wenigen verlässlichen Referenzen ist sein Auftritt im The Peter Attia Drive Podcast 2024, in dem er seine damalige Zone 2 mit 320 bis 340 Watt angab.
In seinem jüngsten Strava-Upload ließ der Slowene diese entscheidenden Informationen jedoch öffentlich einsehbar.
Lange wurde Pogačars Schwellenleistung (FTP) auf etwa 415 Watt geschätzt. Grundlage waren Rennleistungsberechnungen und sein angegebenes Gewicht von 66 Kilogramm. Was bisher fehlte, war ein belastbarer Beleg. Bis gestern.
Die Strava-App analysiert automatisch jede Fahrt von Nutzerinnen und Nutzern mit Powermeter, was heute bei nahezu allen Profis der Fall ist. Daraus entsteht eine grobe Schätzung der individuellen Leistungszonen. Diese Information lässt sich mit einem Klick öffentlich oder privat schalten.
Ein genauer Blick in Pogačars Strava-Leistungsdatei zeigt folgende Zoneneinteilung:
  • Z1 (Regeneration): 0–236 W
  • Z2 (Grundlage): 237–322 W
  • Z3 (Tempo): 323–387 W
  • Z4 (Schwelle): 387–451 W
  • Z5 (VO2max): 452–516 W
  • Z6 (Anaerob): 516–645 W
  • Z7 (Neuromuskulär): 645+ W
Im Training wechselte Pogačar vor allem zwischen Zone 3 (100 Minuten) und Zone 2 (60 Minuten) und kam auf 303 Watt im Schnitt. Dieser Wert liegt im oberen Bereich seiner Z2, dennoch sollte man daraus nicht vorschnell eine „lockere Z2-Ausfahrt“ ableiten.
„Wenn du fünf Stunden fährst, ist deine Zone 2 nach fünf Stunden vielleicht nicht mehr deine Zone 2“, erklärte Pogačar, wie sich Zonen innerhalb einer Einheit verschieben können. „In der Ebene erholst du dich nicht, und fünf Stunden mit 320–340 Watt bedeuten für mich auch, dass ich am nächsten Tag nicht Rad fahre. Also gehe ich auf der Ebene über längere Zeit auf 290–300 Watt runter.“
Besonders interessant ist die Abschätzung seiner Schwellenzone, in der der prognostizierte Wert von 415 Watt exakt in der Mitte des Intervalls liegt und damit die Annahmen der Analysten indirekt bestätigt.

Herzfrequenz vor Powermeter

Pogačar betont jedoch, man solle sich nicht zu sehr auf Powermeter verlassen, da die Geräte aufgrund vieler Berechnungsfaktoren ungenau sein können. Der Slowene vertraut stattdessen lieber dem Pulsmesser, der über die gesamte Einheit einen gleichmäßigen Durchschnitt von 144 Schlägen pro Minute anzeigte.
„Ich trainiere mit Pulsmesser, seit ich 12 Jahre alt bin“, sagte er. „Ich könnte nur nach Puls fahren, aber es ist immer gut, Puls und Leistung zu vergleichen.“
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