2025 endete die Frühjahrskampagne von Jonas Vingegaard nach einem Sturz bei Paris–Nizza. In diesem Jahr stand das Rennen ursprünglich nicht im Plan des Dänen; doch nach einer weiteren Verletzung, die seine Vorbereitung im Winter beeinträchtigte, wurde umdisponiert. Der Kapitän von Team Visma | Lease a Bike startet nun als prominentester Name ins Rennen.
„Ich fühle mich gut. Ich hatte einen starken Winter, das Training lief sehr gut, und wir starten mit einer starken Mannschaft“, sagte Vingegaard in einer Pressemitteilung. „Natürlich ist das erste Rennen der Saison immer spannend, und die Konkurrenz hat bereits mehr Rennkilometer in den Beinen, aber ich freue mich sehr auf dieses schöne Rennen. Wann immer ich am Start stehe, will ich um den Sieg fahren.“
Vingegaard stürzte Anfang Februar bei einem Training in Málaga leicht. Zusammen mit einer Erkrankung führte das dazu, dass er den ursprünglich geplanten UAE Tour-Start absagte. Es scheint jedoch seine Gesamtvorbereitung auf die Kombination Giro d’Italia – Tour de France im weiteren Jahresverlauf kaum beeinträchtigt zu haben.
Team Visma | Lease a Bike für Paris–Nizza 2026
„Wir wollen ein starkes Gesamtklassement fahren und um den Sieg mitreden. Paris–Nizza ist immer ein nervöses Rennen, daher ist Wachsamkeit in jeder Etappe wichtig“, sagte Sportdirektor Marc Reef. „Die Strecke ist tückisch, aber ich sehe keine extrem harten Bergetappen, auf denen große Abstände entstehen. Das macht das Mannschaftszeitfahren extrem wichtig.“
Der Kurs verzichtet auf hohe Berge, und auch die Schlussetappe nach Nizza wurde entschärft. Vingegaard ist deshalb nicht der eindeutige Favorit und könnte gegenüber Lidl–Trek-Kapitän und Volta ao Algarve-Sieger Juan Ayuso leicht im Hintertreffen sein.
„Jonas kommt aus einem guten Trainingsblock. Natürlich gab es einen Rückschlag, der ihn die UAE Tour verpassen ließ, aber er hat gut trainiert und ist in ausgezeichneter Verfassung. Wie sich das im Vergleich zur Konkurrenz darstellt, wird man sehen, doch wir erwarten klar, dass wir um den Gesamtsieg mitkämpfen.“
„Wir haben die Strecke sorgfältig studiert und bereits in Formation trainiert. Wir haben eine sehr starke Mannschaft mit vielen kraftvollen Fahrern, aber der Kurs ist technisch anspruchsvoll“, sagte Reef über das MZF, das für den Gesamtausgang entscheidend sein kann. „Trotzdem erwarte ich, dass wir dank unserer Erfahrung eine starke Leistung abliefern und Jonas so schnell wie möglich ins Ziel bringen.“
Vingegaard wird von vier Fahrern begleitet, die ihn auch beim Giro-d’Italia-Block unterstützen sollen. Das macht die Woche wichtig für die Abstimmung: Victor Campenaerts, Wilco Kelderman, Edoardo Affini und Davide Piganzoli – letzterer fährt erstmals mit Vingegaard im selben Aufgebot.
Das Aufgebot komplettieren Axel Zingle, der wie im Vorjahr Freiheiten für Etappenergebnisse bekommen dürfte, sowie Bruno Armirail. Der Franzose gibt sein Teamdebüt und stand im vergangenen Jahr auch bei der Tour de France am Start.
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Radsportaktuell.de und berichtet über den professionellen Radsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf Liveblogs zu wichtigen Renntagen und Etappen, bei denen er das Geschehen in Echtzeit begleitet und Ergebnisse sowie taktische Entwicklungen fortlaufend einordnet. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um Teams, Fahrer und den Rennkalender.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattformen vernetzt, darunter Nicolas Gayer und Oliver Ried. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.