Tadej Pogacar, Mathieu van der Poel, Wout van Aert ... Wie viel Preisgeld verdienten die größten Stars bei den Frühjahrsklassikern?

Radsport
Montag, 27 April 2026 um 21:30
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Die Frühjahrsklassiker werden meist an Siegen und Monumenten gemessen, doch die Preisgeldrangliste zeigt präziser, wo die größten Momente der Saison entschieden wurden. Vom Kopfsteinpflasterblock bis in die Ardennen folgt die Verteilung genau den Rennen, die am meisten zählten.
An der Spitze kassierte Tadej Pogacar 99.000 € nach einer der komplettesten Frühjahrskampagnen der jüngeren Vergangenheit. Siege bei Strade Bianche, Milano-Sanremo, der Flandern-Rundfahrt und Lüttich–Bastogne–Lüttich bilden das Rückgrat dieser Summe, ein zweiter Platz bei Paris–Roubaix brachte eine weitere Großprämie. Vier der größten Rennen des Kalenders zu gewinnen und in einem fünften Zweiter zu werden, eröffnete eine Lücke, die niemand schließen konnte.

Konstanz hält Van der Poel am nächsten dran

Dahinter landete Mathieu van der Poel bei 72.500 €. Sein Sieg bei der E3 Saxo Classic steuerte den größten Anteil bei, doch vor allem seine stete Präsenz tief im Finale der Flandern-Rundfahrt und von Paris–Roubaix hielt sein Konto oben. Auch ohne Monumenterfolg sorgten konstante Top-Leistungen über die Kopfsteinpflasterklassiker dafür, dass er der engste Verfolger blieb.

Roubaix trägt Van Aert in die Top drei

Bei Wout van Aert basieren 45.900 € auf einem prägenden Ergebnis. Sein Paris–Roubaix-Sieg, entschieden im Zweiersprint gegen Pogacar im Velodrom, macht den Löwenanteil seiner Einnahmen aus. Im Vergleich zu den beiden vor ihm hinterließ eine schmalere Ergebnisstreuung im restlichen Frühjahr eine deutliche Lücke in der Rangliste.
Wout Van Aert bei Paris–Roubaix 2026
Van Aert schlug Pogacar in einem packenden Finale bei Paris–Roubaix

Seixas’ Durchbruch spiegelt sich in den Zahlen

Paul Seixas liegt mit 34.750 € auf Rang vier nach einer Durchbruchskampagne in den Ardennen. Sein Sieg beim Flèche Wallonne, herausgefahren an der Mur de Huy, kombiniert mit einem starken zweiten Platz bei Lüttich–Bastogne–Lüttich hinter Pogacar, reichte, um den 19-Jährigen trotz geringer Wirkung in den Kopfsteinpflasterrennen in die Spitzengruppe zu schieben.

Sprintsiege und gezielte Ergebnisse prägen den Rest

Knapp dahinter kam Jasper Philipsen auf 32.880 €, verankert durch seinen Sieg bei Nokere Koerse und weitere Sprintresultate in Rennen mit Massensprint. Remco Evenepoel steht bei 31.000 € nach seinem Sieg beim Amstel Gold Race, einem der am höchsten dotierten Rennen im Ardennenblock.
Dylan Groenewegen sammelte 23.515 € durch wiederholte Sprintchancen quer durch den Kalender, während Jasper Stuyven, Filippo Ganna und Christophe Laporte die Top Ten über eine Mischung aus Spitzenplatzierungen und selektiven Ergebnissen auf Kopfsteinpflaster und in Flachrennen komplettieren.

Was die Zahlen über die Frühjahrsklassiker sagen

Die Preisgeldrangliste ändert die Erzählung des Frühjahrs nicht, sie schärft sie. Die größten Rennen definieren weiterhin die Saison, und wer sie regelmäßig gewinnt, setzt sich schnell ab.
Pogacars Summe spiegelt vier Monument-Siege und einen zweiten Platz bei Paris–Roubaix wider. Van der Poels resultiert aus ständiger Präsenz in entscheidenden Momenten. Van Aerts ist von einem Rennen getragen, das enorm ins Gewicht fällt. Seixas stößt durch einen einzelnen, hoch dotierten Ardennen-Sieg in diese Gruppe vor.
Zusammengenommen zeigen die Zahlen, wie konzentriert die Chancen über die Frühjahrsklassiker verteilt sind und wie rasch jene, die sie nutzen, eine ganze Saison prägen können.

Preisgeld-Rangliste Frühjahrsklassiker 2026 Top 10

Fahrer Team Preisgeld
Tadej Pogacar UAE Team Emirates-XRG 99.000 €
Mathieu van der Poel Alpecin-Premier Tech 72.500 €
Wout van Aert Team Visma | Lease a Bike 45.900 €
Paul Seixas Decathlon CMA CGM Team 34.750 €
Jasper Philipsen Alpecin-Premier Tech 32.880 €
Remco Evenepoel Soudal - Quick-Step 31.000 €
Dylan Groenewegen Unibet ROSE Rockets 23.515 €
Jasper Stuyven Soudal - Quick-Step 18.800 €
Filippo Ganna INEOS Grenadiers 16.000 €
Christophe Laporte Team Visma | Lease a Bike 13.100 €
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