Paris-Roubaix bleibt das brutalste Rennen im Radsport – und gleichzeitig eines der lukrativsten. Während bei den Männern seit Jahren hohe Summen ausgeschüttet werden, setzt das Rennen auch im Frauenbereich Maßstäbe. Siegerin
Franziska Koch sicherte sich 2026 nicht nur den prestigeträchtigen Titel, sondern auch das höchste
Preisgeld, das es bei einem Frauen-Klassiker zu gewinnen gibt.
Koch triumphiert nach hartem Rennen von Denain nach Roubaix
Die
Frauen starteten in Denain und absolvierten ein verkürztes, aber nicht weniger anspruchsvolles Rennen Richtung Roubaix. Zahlreiche Kopfsteinpflaster-Sektoren sorgten für Defekte, Stürze und ständige Positionskämpfe.
Im Finale setzte sich eine kleine Spitzengruppe ab. Im Velodrom von Roubaix kam es schließlich zum Sprint zwischen Franziska Koch, Marianne Vos und Pauline Ferrand-Prévot. Die Deutsche behielt die Oberhand und feierte den größten Sieg ihrer Karriere.
20.000 Euro für den Sieg – Höchstwert im Frauen-Klassiker
Für ihren Triumph erhält Koch 20.000 Euro. Damit bietet Paris-Roubaix das höchste Preisgeld für Frauen unter allen großen Eintagesrennen.
Insgesamt werden 49.000 Euro unter den Top 20 verteilt. Die Prämien im Überblick:
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20.000 Euro - Franziska Koch
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11.000 Euro - Marianne Vos
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6.000 Euro - Pauline Ferrand-Prévot
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3.000 Euro - Lotte Kopecky
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2.500 Euro - Megan Jastrab
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1.500 Euro - Lorena Wiebes
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800 Euro - Charlotte Kool
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600 Euro - Lara Gillespie
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500 Euro - Arlenis Sierra
- 400 Euro - Lucinda Brand
Damit liegt Paris-Roubaix deutlich über anderen Monumenten im Frauenradsport, bei denen die Gesamtsumme geringer ausfällt.
Vergleich mit der Flandern-Rundfahrt
Ein Blick auf die
Flandern-Rundfahrt zeigt die besondere Stellung von Paris-Roubaix. Dort erhielten Männer und Frauen zuletzt zwar gleich hohe Preisgelder, doch die Gesamtsumme lag mit rund 50.000 Euro deutlich unter der von Paris-Roubaix.
Die Siegprämie ist in Flandern gleich hoch (20.000 Euro), doch die Gesamtverteilung unterscheidet sich.
Paris-Roubaix setzt finanziellen Maßstab im Frauenradsport
Innerhalb des Frauenkalenders nimmt Paris-Roubaix eine Sonderstellung ein. Kein anderer Klassiker bietet eine vergleichbar hohe Siegprämie und Gesamtausschüttung.
Das Rennen gilt damit nicht nur sportlich als eines der härtesten, sondern auch finanziell als Referenz im Frauenradsport.
Deutlicher Unterschied im Vergleich zu den Männern
Trotz der hohen Prämien bleibt der Unterschied zu den Männern erheblich. Bei der Männerausgabe werden insgesamt 91.000 Euro ausgeschüttet – fast doppelt so viel wie bei den Frauen.
Der Sieger erhält 30.000 Euro (Wout Van Aert), Platz zwei 22.000 Euro (Pogacar) und Platz drei 15.000 Euro (Jasper Stuyven). Selbst der vierte Platz ist mit 7.500 Euro (van der Poel) noch deutlich höher dotiert als viele Topplatzierungen im Frauenrennen.
Der Vergleich zeigt: Paris-Roubaix zahlt im Frauenbereich zwar am meisten unter den Klassikern, bleibt aber weiterhin klar hinter den Preisgeldern der Männer zurück.