„Ich bin tatsächlich seit sechs Monaten kein Rennen gefahren, das werde ich spüren“ – Mads Pedersen dämpft die Erwartungen vor seinem Comeback bei Mailand–Sanremo

Radsport
Samstag, 21 März 2026 um 11:30
madspedersen
Der Start von Milano–Sanremo sah zahlreiche Stars des Profipelotons, darunter Mads Pedersen. Der Lidl-Trek-Profi rechnete nicht damit, rechtzeitig fit für das italienische Monument zu sein, und stand zu Wochenbeginn nicht einmal im Aufgebot. Doch die Umstände im deutschen Team sorgten für einen zusätzlichen Siegkandidaten in Sanremo, auch wenn er die Erwartungen dämpft – es könnte sein erstes zu Ende gefahrenes Rennen der Saison werden.
„Ich will Rennen fahren. Ich habe vom Ärzteteam grünes Licht bekommen. Ich wollte unbedingt hierherkommen. Ich habe nichts zu verlieren, warum also nicht versuchen“, sagte Pedersen gegenüber Wielerflits in der Mixed Zone am Freitagmittag. „Ich bin tatsächlich seit sechs Monaten kein Rennen gefahren, das werde ich spüren. Aber ich brauche wieder Rennrhythmus, wenn ich in den Klassikern gut sein will“.
Der Däne stürzte auf der Auftaktetappe der Volta a Comunitat Valenciana und brach sich Schlüsselbein und Handgelenk, jeweils auf unterschiedlichen Seiten. Harte Verletzungen, die seine gesamte Frühjahrskampagne gefährdeten. Mit etwas Glück und viel harter Arbeit verlief die Genesung jedoch schneller als erwartet; zudem konnte er qualitativ stark trainieren – genug, um als geschützter Fahrer beim italienischen Monument am Start zu stehen.
„Die Genesung lief sehr gut und ich habe keine Schmerzen mehr. Der Teamarzt war bei den Beweglichkeitstests streng, denn ich musste sicher fahren können. Die Heilung meines Handgelenks verlief sehr gut. Das Schlüsselbein war leicht zu richten: Es wurde einfach eine Platte eingesetzt. Vor sechs Wochen hätte ich nicht erwartet, hier zu starten. Die Ärzte sagten, es dauere zehn bis zwölf Wochen“.

Überraschung, überhaupt am Start zu stehen

Ein Großteil seiner Vorbereitung fand jedoch auf der Rolle statt, und er hat sich in diesem Jahr noch nicht im Rennen mit der Konkurrenz gemessen. Entsprechend schwer fällt die Selbsteinschätzung.
„Es ist schwierig zu sagen, wo ich stehe. Training ist etwas ganz anderes als Rennen fahren. Ich werde mein Bestes geben. Irgendwo muss man wieder anfangen. Ich fahre immer auf Sieg, aber manchmal muss man die Erwartungen anpassen. Das ist einer dieser Momente. Trotzdem gehe ich heute Abend nicht ins Bett, ohne an ein gutes Ergebnis zu glauben“.
Die Cipressa hat er natürlich im Kopf, und auch wenn er den stärksten Fahrern wohl nicht folgen wird, liegt ihm das Rennen auf dem Papier. Er kann darauf setzen, in den Anstiegen und auf den Straßen zwischen Cipressa und Poggio di Sanremo die richtigen Räder zu halten. „An der Cipressa ist es leichter, im Windschatten zu sitzen. Das ist gut für uns, da wirst du mich nicht klagen hören“.
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