„So wenig Risiko wie möglich“ – Paul Seixas umreißt vor Etappe 4 der Tour Auvergne Rhône-Alpes die Taktik

Radsport
Mittwoch, 10 Juni 2026 um 14:00
Paul Seixas Lieja Bastoña Lieja 2026
Paul Seixas geht in die zweite Hälfte der Tour Auvergne Rhône-Alpes 2026 in dem Bewusstsein, dass das Gesamtklassement weiterhin offen ist. Der Fahrer von Decathlon CMA CGM verlor nach dem Mannschaftszeitfahren Zeit auf mehrere Schlüsselgegner, blieb jedoch ruhig und zuversichtlich mit Blick auf die verbleibenden Bergetappen.
Die dritte Etappe war für die französische Mannschaft alles andere als geradlinig. Der frühe Ausfall von Stefan Bissegger prägte ein forderndes Zeitfahren und zwang das Team zu spontanen Anpassungen. Dennoch bewertete Seixas die Kollektivleistung hoch.
„Es war kein leichtes Zeitfahren. Die Strecke war ziemlich hart, wir haben Stefan früh verloren, wir wurden Fünfte“, erklärte der junge Franzose. Anstatt über Rückschläge zu hadern, hob er die Reaktion seiner Teamkollegen im Tagesverlauf hervor. „Wir haben gekämpft, wir haben einen guten Job gemacht, um Fünfte zu werden. Ich finde, das Team war sehr solide“, sagte er gegenüber Cycling Pro Net.
Unter den auffälligsten Leistungen betonte Seixas den Auftritt von Daan Hoole, einem der wichtigsten Tempomacher im MZF. „Daan hat vor allem in der Abfahrt den Unterschied gemacht“, sagte der Kapitän von Decathlon CMA CGM.
Der Franzose würdigte zudem das hohe Niveau der Tagesbesten. „Es gab starke Fahrten von Visma, INEOS und anderen Teams. Sie waren sehr solide, das muss man anerkennen“, merkte er an.

Ein anderer Test für Paul Seixas

Gewohnt, in Einzelzeitfahren zu glänzen, wurde Seixas gefragt, wie er eine so teamabhängige Disziplin wie das Mannschaftszeitfahren angeht. Der Franzose spielte mögliche Frustration darüber, sich dem Rhythmus der Gruppe unterordnen zu müssen, herunter.
„So ist es nun mal. Wir haben keine andere Option“, sagte er. Für den Fahrer von Decathlon CMA CGM hängt das Endergebnis von mehreren Faktoren ab. „Es hängt stark vom Team und der Form jedes Einzelnen ab“, fügte er hinzu.
Persönlich waren die Eindrücke positiv. „Ich habe mich gut gefühlt, das nehme ich mit“, sagte er.
Trotz der durch das Zeitfahren entstandenen Abstände hält Seixas das Gesamtklassement für längst nicht entschieden. „Es ist noch nicht entschieden. In den Bergetappen ist alles möglich“, stellte er klar.
Paul Seixas, Aushängeschild von Decathlon CMA CGM im Jahr 2026.
Paul Seixas, Decathlon CMA CGM star in 2026.
Angesichts mehrerer anspruchsvoller Tage bleibt der Franzose zuversichtlich, Zeit auf seine direkten Rivalen gutmachen zu können. Vor Etappe vier jedoch will er den Tag mit Vorsicht angehen.
„Es wird ein sehr schwerer Tag für Ausreißer. Das Finale ist relativ flach“, analysierte er. Das unmittelbare Ziel ist daher, den Tag ohne Zwischenfälle zu überstehen und Energie für die entscheidenden Abschnitte zu sparen. „Das Ziel ist, so wenige Risiken wie möglich einzugehen und die Etappe so komfortabel wie möglich zu beenden“, schloss er.
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