Isaac del Toro sprengt weiter Grenzen und liefert immer neue Gründe, ihn als eines der herausragenden Talente des Weltradsports zu sehen. Sein Sieg bei der Tour Auvergne-Rhône-Alpes war der nächste Schritt in einer ohnehin schon glänzenden Karriere, und der Mexikaner ist ein vollwertiger Kandidat für das Podium der kommenden
Tour de France.
Nach seinem brillanten Triumph bei der Tour Auvergne Rhône-Alpes 2026 widmete der erfahrene Eurosport-Journalist und Kommentator Javier Ares auf seinem YouTube-Kanal eine ausführliche Analyse, in der er den Mexikaner vorbehaltlos lobte, ihn als derzeit stärksten Fahrer bezeichnete und als Anwärter auf das Tour-de-France-Podium einstufte.
Ares eröffnete seine Betrachtung mit einer
pointierten Aussage über Del Toros Niveau während der gesamten Rundfahrt:
„Wir haben Isaac del Toro nun auf dem Thron dessen, was er ist, ein wahrer Champion, der in der letzten und entscheidenden Etappe dieser Tour de Auvergne-Rhône-Alpes erneut eine formidable Vorstellung geliefert hat, die offengelegt hat, wer aktuell der stärkste Fahrer ist.“
Für den spanischen Journalisten bestätigte die Schlussetappe, was sich bereits am Vortag angedeutet hatte: Del Toro war seinen Rivalen klar überlegen. Der Mexikaner lancierte achthalb Kilometer vor dem Ziel eine vernichtende Attacke, holte die nötige Zeit zurück, um die Führung zu übernehmen, und besiegelte den Gesamtsieg vor Luke Tuckwell und Juan Ayuso.
Isaac del Toro gewann die Tour Auvergne-Rhône-Alpes 2026
Ares hob besonders hervor, wie der Fahrer von UAE Team Emirates seinen Vorstoß ausführte: „Er tat es auf außergewöhnliche Weise, indem er zunächst seine überragende Form unterstrich.“
Der Kommentator erinnerte zudem daran, dass es nach seiner Wettkampfpause seit der Baskenland-Rundfahrt Zweifel an der Form des Mexikaners gegeben hatte, die das Resultat jedoch ausräumte.
In seiner Analyse wiederholte Ares, dass Del Toro der stärkste Mann der Frankreich-Rundfahrt war. Seiner Ansicht nach kamen nicht einmal Spitzenfahrer wie Juan Ayuso oder Luke Tuckwell an das Niveau des Mexikaners heran.
„Er hat gestern, an diesem Anstieg zum Grand Colombier, gezeigt, dass er der stärkste Fahrer im Rennen war, und er hat es heute erneut bestätigt.“
Der Journalist betonte auch die Autorität, mit der der Mexikaner den entscheidenden Moment der Etappe anging: „Isaac del Toro hatte von Beginn an absolutes Vertrauen in seine Beine, denn schon gestern fühlte er die Kontrolle.“
Del Toro mit beeindruckender Palmares
Über den Sieg in Auvergne-Rhône-Alpes hinaus hob Ares die herausragende Saison hervor, die der Mexikaner aufbaut. Er erinnerte daran, dass Del Toro bereits die UAE Tour und Tirreno–Adriatico gewonnen hat und sich als führende aufstrebende Referenz im Peloton etabliert.
„Isaac del Toro ist der neue und endgültige Sieger (…) Isaac del Toro hatte bereits angeklopft, und nun hat er es bestätigt, mit Nachdruck dazu, mit zwei Etappensiegen und dem Gesamtklassement der zweiten großen Rundfahrt, die er gewonnen hat.“
Er ergänzte: „Er hat die UAE Tour mit Autorität gewonnen, er hat Tirreno–Adriatico mit Autorität gewonnen, und er hat auch dieses Rennen mit Autorität gewonnen.“
Ein besonders interessanter Teil der Analyse von Ares war sein Vergleich zwischen Del Toro und dem jungen Franzosen
Paul Seixas. Der Journalist ist überzeugt, dass beide die Zukunft des Weltradsports verkörpern, bedauerte jedoch, dass Umstände in dieser Saison ein direktes Duell verhinderten.
Wenn er jedoch über den Mexikaner spricht, ist seine Bewunderung deutlich: „Es sind die beiden Männer, die beiden Namen, die sich aus eigener Kraft und mit ebenso glänzenden Siegen an die Tür des Ruhms heranarbeiten.“
Ares ist zudem der Meinung, dass Del Toro nach den Erfahrungen des Vorjahres enorm gereift ist und eine Wettbewerbsreife erlangt hat, die über sein Alter hinausgeht:
„Del Toro hat aus dem, was ihm beim Giro im vergangenen Jahr widerfahren ist, viel gelernt und ist in diesem Jahr mit jener Autorität des Gefühls zurückgekehrt, ja, ein Dauphin, offensichtlich, von Tadej Pogacar, aber einer, der die drei Gelegenheiten der Saison maximal genutzt hat.“
Isaac del Toro ist ein legitimer Anwärter auf das Podium der Tour de France
Ein Tour-de-France-Podium für Isaac del Toro?
Der Eurosport-Kommentator öffnete auch die Tür zu einem Szenario, das vor wenigen Monaten noch undenkbar schien: Del Toro im Kampf um das Podium der kommenden Tour de France. Obwohl er Teil des Teams von Tadej Pogacar sein wird, glaubt Ares, dass der Mexikaner das Niveau hat, hoch zu zielen, wenn die Rennumstände für ihn spielen.
„Isaac del Toro wird in gewisser Weise ein Rivale seines Kapitäns sein und, wer weiß, vielleicht sogar eine Chance auf den Podiumskampf wittern.“
Und er beharrte später: „Könnte er es auch selbst wollen, warum nicht, Del Toro?“ in Bezug auf einen Platz auf dem Podium der Tour de France.
Die abschließende Bewertung des erfahrenen Journalisten lässt keinen Zweifel. Für ihn hat die Tour Auvergne-Rhône-Alpes 2026 den Klassenaufstieg von Isaac del Toro und seinen Status als große aufstrebende Weltklasse bestätigt.
„Die offenkundige Überlegenheit von Isaac del Toro“ sei, so Ares, die zentrale Erkenntnis dieser Rundfahrt.
Nach einer Woche mit absoluter Kontrolle und einem Sieg, errungen durch zwei aufeinanderfolgende Bergmeisterstücke, geht Del Toro mit neuem Gewicht in das große Saisonziel des Sommers. Und wenn Javier Ares in seiner Analyse eines klargemacht hat, dann, dass der Mexikaner keine Verheißung mehr ist: Er ist eine Realität, die heftig an die Türen der Radsportgeschichte klopft.